Mein Reiseblog

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05Sept
2017

Roadtrip Perth-Broome

Endlich war es soweit!Das Gefühl von Perth loszukommen ähnelte schon fast dem Gefühl, als ich im Januar von Zuhause losgeflogen bin. Gegen 11 wurde ich abgeholt, dann ging es erstmal zum K-Mart, welcher in etwa einem Real entspricht. Dort deckten wir uns mit Campinggeschirr und Zelten (für10$) ein und füllten unsere Wasserkannister auf. Leider regnete es, aber im Auto war das ja erstmal nicht so schlimm. Unser erstes Ziel waren die Lancelin Sand Dunes, diese hatte ich ja schon 1 Monat zuvor besucht. Aber dank unserem Allradwagen konnten wir dort ein bisschen herumfahren. Außerdem sahen wir einen wunderschönen Regenbogen. Zum Sonnenuntergang ging es weiter zu den Pinnacles, die ich ja auch schon besichtigt hatte. In Australien darf man zwar nicht einfach irgendwo in der Wildnis campen, aber es gibt viele kostenlose Campingplätze (Natürlich ohne Duschen/Wasserzugang). Da es nun natürlich scchon dunkel war, war Zeltaufbauen und kochen ein richtiges Abenteuer. Wir hatten leider nur eine Kochstation, so dauerte es eine Weile, bis das Essen fertig war. Aber schlussendlich hatten wir es geschafft. Leider mussten wir dann frühzeitig ins Bett gehen da es wieder anfing zu regnen. Leider hatte ich vergessen, einen Schlafsack zu kaufen und in der Nacht war es echt kühl, es hatte um die 5-10°. Außerdem war das Zelt nicht wie ausgeschrieben ein 2 Mann Zelt, sondern mehr ein 1 ½ Mann Zelt und das 3 Mann Zelt entsprach einem normalen 2 Mann Zelt. Aber irgendwie schafften wir es trotzdem zu schlafen.

Regenbogen bei den Sanddünen

Am nächsten Morgen gab es Kaffee, Müsli, Toast und Früchte. Beim Einpacken regnete es natürlich wieder. Tagsüber wurde es dann aber zum Glück wieder besser. Wir fuhren weiter nach Norden und besichtigten auf dem Weg schöne Strände und Aussichtspunkte. Dort trafen wir oft auf Rentner aus Australien, die auch einen Roadtrip machen (Natürlich etwas luxeriöser mit Campingmobil etc). Wir unterhielten uns oft mit ihnen, so kommt man oft zu richtig schönen Geheimtipps und erfährt viel über das Leben hier. Ein Paar erzählte uns zum Beispiel, dass Western Australia der am wenigsten besiedelte Teil Australiens ist. Im Durchschnitt ist es pro Quadratkilometer 1 Mensch! Abends kamen wir in Geraldton an, dort konnten wir uns wieder mit Lebensmittel eindecken, außerdem kauften wir ein weiteres Zelt und eine weitere Kochstation. Natürlich war es schon wieder dunkel, als wir am Campingplatz ankamen, aber dieses mal war es schon deutlich geordneter und jeder wusste schon ein bisschen besser, was jeder zu tun hatte.

Ich war echt richtig zufrieden mit meiner Gruppe. Wir verstehen uns alle super, haben den gleichen Musikgeschmack und auch sonst viele gleiche Interessen.

Wir besichtigten einen See, welcher durch Bakterien und Salz pink gefärbt wird. Man fährt durch Gegenden, wo man pro Stunde vielleicht mal 1 Auto sieht. Die Landschaft ist, obwohl sie eigentlich immer gleich ist trotzdem unglaublich faszinierend. Unendlich weites Buschland, roter Sand neben den Straßen und ein bisschen hügelig.

Unser vollgepackter Geländewagen Der Pink Lake Achtung Kängurus! kleine Hügel

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Kalbarri und zum Kalbarri National Park. Wir besichtigten ein paar schöne Aussichtspunkte, kehrten dann aber gegen 4 zurück zu unserem Campingplatz. Wir fragten unsere Nachbarn, ein älteres australisches Ehepaar, welche einen richtigen Campervan hatten ob wir dort das Wasser für die Suppe heiß machen können, da es auf unserem Campingkocher eine Ewigkeit gedauert hätte. Sie boten uns sogar an, die komplette Suppe dort zu machen. Wir unterhielten uns richtig gut und sie empfohlen uns noch ein paar schöne Spots auf dem Weg in den Norden.

Kalbarri Kalbarri3 4

Beim Stockbrotessen kamen richtige Kindheitserinnerungen hoch! Wir hatten einen tollen Abend am Lagerfeuer, gingen dann aber relativ früh ins Bett da wir am Tag viel vor hatten. Wir fuhren dieses Mal in einen anderen Teil des Nationalparks, besichtigten dort das „Natural Window“ und wanderten anschließend noch 6 km in den Schluchten und auf den Gipfelpfaden herum.

Natural Window Blumen

Wir übernachteten in einem Caravanpark und hatten endlich mal wieder eine richtig heiße Dusche.

Gegen Nachmittag kamen wir dann am Mermaid Pool an. Was ohne Vorwissen aussieht wie Stein, sind in Wirklichkeit Stromatoliten, diese waren eine der ersten komplexen Mehrzeller und lebten bereits vor 3500 Millionen Jahren!

Stromatoliten

Am nächsten Tag fuhren wir zum Shell Beach, dies ist ein langer Strand mit Millionen von Muscheln. Diese häufen sich da stark an, da das Wasser dort extrem salzig ist, so gibt es keine Jäger. Die Muschelberge sind 8-9 Meter hoch. Wir beobachteten dort ein Emu, der im  Wasser herumwatete.

s Shell Beach

Dann ging es weiter in den Francois Peron Nationalpark, wo wir zum Ersten mal wirklich unser Allradgetriebe einsetzen konnten. Zuvor mussten wir allerdings den Luftdruck der Reifen senken, da es so angenehmer zum Fahren ist und die Wahrscheinlichkeit im Sand festzustecken, kleiner wird. Nach 10 km im Sand kamen wir an einem kleinen, wunderschönen Strand an. Im Sand zu fahren kann man in etwa vom Fahrgefühl her mit platten Reifen vergleichen, macht aber richtig viel Spaß! Anschließend badeten wir dort in einer 40° heißen Quelle. Dort unterhielten wir uns mit einer Familie, welche seit 8 Wochen auf ihrem Roadtrip ist. Sie hatten einige tolle Tipps für den Norden parat, da sie gerade von dort kamen. Die Quelle gefiel uns so sehr dass wir uns entschlossen, am nächsten Morgen, wenn es noch ziemlich kalt ist nochmal hinzufahren.

Büsche soweit das Auge reicht Der Sttrand Nationalpark Strand

Außerdem besichtigten wir die sogenannten Blowholes, diese sind kleine Löcher im Felsen nahe dem Meer, die mit dem Meer durch ein natürliches Rohr verbunden sind. Wenn eine starke Welle kommt, wird dort ein immenser Druck aufgebaut, der das Wasser bis zu 20m in die Höhe schießen lässt.

Blowholes Die Rückbank Straßen in Western Australia

Wir übernachteten in einer wunderschönen Gegend (14 Miles Beach) direkt am Meer. Da es dort allerdings keine Toiletten gab und man auch nicht in die Wildnis pinkeln darf, mussten wir eine chemische Toilette ausleihen. Wir spielten Schere Stein Papier darum, wer diese am nächsten Tag entleeren und säubern muss, zum Glück wurde ich nicht auserkoren. Da ich am nächsten Morgen früh aufwachte entschied ich mich dazu, die Gegend noch im Dunkeln ein bisschen zu erkunden und anschließend den Sonnenaufgang von einem kleinen Berg aus anschaute. Gerade als ich gehen wollte sah ich ein kleines Känguru, welches ich für ein paar Minuten schleichend verfolgte bis es davon hoppelte. Wenn man kein elektrisches Licht hat bekommt man einen ganz anderen Schlafrythmus. Meistens gehen wir schon gegen 8 oder 9 ins Bett, wachen dann aber auch schon um 6 oder 7 auf. Dann fuhren wir zur Coral Bay, dort schnorchelte ich zum ersten Mal in Australien. Es war ganz schön, aber bisher war es nicht so bunt und erlebnisreich wie in den Philippinen.

Ich habe einen relativ schlechten Mobilfunkanbieter, so habe ich oft, auch nicht in den wenigen Städten (naja eher Dörfern), die es hier gibt, Empfang. Manchmal ist es ganz schön, keinen Empfang zu haben, da man so nicht so oft aufs Handy schaut weil man eh weiß, dass man keinen Empfang hat. Manchmal ist es aber auch nervig, da ich eine Jobanzeige für Darwin (mein Zielort) ausgeschrieben habe und so natürlich auch nicht mitbekomm, ob sich jemand darauf gemeldet hat.

Nach ein bisschen mehr als einer Woche sind wir nun schon mehr als 2000 Kilometer gefahren, obwohl wir jetzt erst ca. 1/3 der Strecke geschafft haben. Aber es macht echt Spaß und die Leute, mit denen ich unterwegs bin sind echt cool. Außerdem kann ich mein Französisch wieder ein bisschen aufbessern und ein paar Worte japanisch lernen, auch wenn die Aussprache sehr ungewohnt und schwierig ist. Abends gab es dann leckeres Chilli con Carne und als Nachtisch Tim Tams, dies sind leckere Schokoladenkekse mit verschiedener Füllung und in Australien sehr beliebt.

Als wir von nach Exmouth gefahren sind, verfuhren wir uns das erste Mal. An einer Kreuzung fuhren wir in die falsche Richtung, dies bemerkten wir aber erst knapp eine halbe Stunde später, als wir an der nächsten Kreuzung standen.

Dann ging es endlich zum Highlight des Roadtrips: Der Karrijini Nationalpark! Dies ist der zweitgrößte in Australien mit einer Fläche von fast 6300 Quadratkilometern, dies entspricht in etwa 1/5 der Fläche von Baden Württemberg! Am ersten Tag wanderten wir zum Joffre Fall, dies ist ein Wasserfall in einer Schlucht. Um dort hinabzukommen, mussten wir ein bisschen klettern. Die Landschaft im Nationalpark ist so schön. Überall Berge, Schluchten und Wasserfälle.

Joffre Fall

Wir besichtigten noch das Besucherzentrum, dort gab es viele Informationen über das Entstehen vom Park und auch über die Ureinwohner Australiens, den Aboriginals. Da wir am nächsten Tag die große Wanderung auf den zweithöchsten Berg Australiens machen wollten, ging es früh ins Bett.

Der Mount Bruce Auf dem Gipfel angelangt

Der Weg zum Gipfel des Mount Bruce war 9km lang und es war angegeben, dass man 6 Stunden für den Hin und Rückweg benötige, doch das stimmte nicht so ganz. Aaron und ich wanderten relativ schnell, so waren wir schon nach nicht einmal 1 ½ Stunden am Gipfel und somit der schwierigeren Hälfte des Weges. Die Aussicht von dort war gigantisch, der Weg hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Später machten wir alle zusammen Picknick mit toller Aussicht. Es war gut, dass wir schon früh dran waren, denn schon morgens war es richtig heiß. Wir freuten uns alle schon richtig auf den nächsten Teil des Parks, denn dort konnte man baden, nachdem man den sogenannten Spiderwalk in der Hancock Gorge bewältigt hatte. Dies ist eine ca. 1 m breite Schlucht, die man durchquert, indem man sich mit Händen und Füßen an den Wänden abstützte. Dann gab es die verdiente Abkühlung!

Hancock Gorge Spiegelungen der Wände

Es ging weiter zum Handrail Pool, welcher von hohen Wänden umgeben ist. Beim Herumklettern auf den Felsen musste man ziemlich aufpassen, da es teilweise sehr rutschig war.

Weg zum Handrail Pool

Am letzten Tag wanderten wir noch vom Circular Pool zu den Fortescue Falls. Den Hinweg wanderten wir oben, wo wir tolle Ausblicke auf die Schlucht hatten, den Rückweg unten in der Schlucht. Oft musste man ein bisschen klettern, dies machte richtig Spaß! Oft gab es schöne Spiegelungen der Schluchtenwände/Bäume auf dem Wasser.

 

Kleiner Wasserfall bei den Fortescue Falls Gruppenphoto Rote Libelle

Danach gab es nicht mehr viel zu sehen zwischen dem Nationalpark und Broome, so fuhren wir zwei Tage lang ca 8h jeden Tag, bis wir auf einem kostenlosen Campingplatz in der Nähe von Broome angekommen waren. Leider konnte man dort im Fluss nicht baden, da es dort Krokodile und Haie gibt. Dies wird von nun an immer der Fall sein, sodass man nur noch an den großen, kontrollierten Stränden baden kann.

Am nächsten Tag fuhren wir von dort in die Stadt, wo wir uns für die nächsten Tage in einem Hostel einquartierten. Ein bisschen mehr Luxus als immer nur Campingplätze muss auch mal wieder sein. Dort bleiben wir auch bis Mittwoch oder Donnerstag, dann geht unsere Reise weiter. Sonntagabends kochte Anly, unsere Japanerin, gefüllte Teigtaschen. Diese kann man in etwa mit Maultaschen vergleichen mit dem Unterschied, dass sie etwas kleiner sind und eine andere Füllung haben. Am Montagmorgen verabschiedeten wir uns von Alexandra, sie fliegt nach Adelaide und trifft sich dort mit ihrem Freund. Wir besichtigten den berühmten Cable Beach und genossen den Sonnenuntergang bei ein paar Bier. Hier ist es nun auch schon ziemlich heiß, tagsüber ca. 35° und Nachts immernoch 20 oder 25.

Der weitere Plan ist die berühmte Gibb River Road zu fahren, diese ist ca. 700km lang, ungeteert und es gibt des öfteren Flussüberquerungen ohne Brücken, das heißt man muss durchs Wasser fahren, was zum Glück dank unseres Geländewagens möglich ist. Damit wir diese befahren können mussten wir noch zwei weitere Benzinkannister kaufen, so haben wir nun insgesamt 60l Zusatzbenzin.

11August
2017

Langweiliger Arbeitsalltag und Vorbereitung Roadtrip

So langsam wird mir mein Alltag hier ziemlich langweilig, da es doch jeden Tag irgendwie genau das gleiche ist: Aufstehen, arbeiten, kochen, lesen oder noch eine Serie schauen und dann wieder schlafen. Obwohl ich das Gleiche im Prinzip ja auch in Deutschland gemacht habe als ich noch bei Ravensburger gearbeitet habe, kommt es mir hier viel eintöniger vor. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass ich zuvor 4 Monate nur Reisen war, jeden Tag neues erlebt hab, neue Leute kennen gelernt habe und nur wenig wiederholende Elemente dabei waren. Nun bin ich ja auch schon ein bisschen mehr als 2 Monate in Perth, zum Glück aber nicht mehr so lange: Ich habe ein paar Leute gefunden mit denen ich in 2 Wochen meinen Roadtrip nach Darwin, also in den Nordwesten Australiens machen werde. Dort ist es auch endlich wieder warm! So wie es momentan aussieht werde ich mit dem Engländer Aaron, der Französin Emily, der Japanerin Anly und Alexandra, die auch aus Deutschland kommt zusammen hoch fahren. Diese Leute habe ich über die App Couchsurfing kennengelernt. Bzw. Kennengelernt noch nicht wirklich, aber dort haben wir uns dazu verabredet.

Ich weiß, dass es sich merkwürdig anhört sich auf einen Roadtrip mit Leuten zu begeben, die man erst 2 Tage vor der Abreise zum ersten Mal sehen wird, aber ich bin mir irgendwie sicher, dass wir uns alle richtig gut verstehen werden und viel Spaß haben werden.  In Deutschland würde ich nie auf die Idee kommen mit Leuten, die ich zuvor noch nie getroffen habe die nächsten 4-6 Wochen zusammen in einem Auto zu verbringen, hier ist das alles aber ein bisschen anders.

Einmal traf ich mit unter der Woche mit Andrea zum Kartenspielen(Gwent), ein anderes mal am Wochenende in Freemantle zum Eis essen.

Gwentabend Perth bei Nacht Eisessen

Geplante Abreise ist am 15. August. Wir werden ein bisschen mehr als 4000 Kilometer fahren, das entspricht in etwa der Strecke zwischen Madrid und Moskau! In Europa würde (fast) keiner auf die Idee kommen diese Strecke zu fahren, aber hier in Australien sind Entfernungen irgendwie ein Stück weit irrelevanter, da man Zeit hat, man dabei viel sieht und es einfach eine tolle Erfahrung ist. In Deutschland würde auch keiner auf die Idee kommen, 4 Stunden zu einer Sehenswürdigkeit zu fahren, dort vielleicht 1 Stunde zu bleiben und anschließend wieder zurück zu fahren. Genau dies haben wir hier aber getan: Ich bin mit ein paar anderen zum „Wave Rock“ gefahren, eine Welle aus Gestein, die 15 Meter hoch ist und 110 Meter lang. Sie ist durch Gesteinsschmelze und anschließende Erosion vor 2,7 Milliarden Jahren entstanden!

Waverock Plateau auf dem Waverock Gruppenphoto

In den letzten 2 Wochen gab es leider fast überhaupt keine Arbeit, sodass ich meistens nur 2x in der Woche arbeitete und daher auch nur weniger als die Hälfte des normalen Gehalts bekommen habe. In den letzten 2 Wochen soll es aber wieder mehr Arbeit geben. Am Wochenende war ich noch zusammen mit Andrea, Cecilia, Athanasia, Alyssa und ihrem Freund Cameron in Freemantle am Strand. Baden war zwar zu kalt, aber einfach am Strand zu sitzen und Kuchen essen war auch entspannend.

Beach in the Winter!

Am darauffolgenden Wochenende feierten wir Alyssas Geburtstag in Freemantle in einer Bar, die mich ein bisschen an einen typischen Biergarten in Deutschland erinnerte. Nun ist es nur noch eine Woche, bis der Roadtrip beginnt.

Geburtstag Alyssa

Nach ein bisschen mehr als 6 Monaten unterwegs sein möchte ich hier mal ein kleines Resumée ziehen. Als ich am Anfang angekommen bin, war alles komplett neu: Die Leute, die Umgebung, das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein, da man nun niemand mehr hat, der einem sagt, wann man was machen muss , die Unsicherheit, was am nächsten Tag ist. Aber genau damit kommt die Freiheit. Man kann tun und lassen was man will, man entscheidet selbst wann man wohin fährt. Ich hatte ja am Anfang keinen genauen Plan was ich sehen will, sondern nur den groben Plan Thailand-Vietnam-Philippinen-Australien und danach eventuell wieder zurück nach Asien. Viel mehr war nicht geplant. Und diese Spontanität hat einen sehr großen Reiz für mich, denn man muss nicht genau planen, an welchem Tag man wo sein muss um in seinem Hostel anzukommen, das man 3 Monate zuvor schon reserviert hat. Man kann einfach an dem Ort ankommen, sich ein Hostel aussuchen und dort sein. Für ein paar Tage, oder auch ein paar Wochen, je nachdem ob es viel zu sehen gibt, ob die Leute cool sind und ob einem die Atmossphäre insgesamt gefällt. Wenn man dann andere Backpacker trifft, die einem erzählen wie toll es irgendwo war, kann man da einfach hingehen und muss sich nicht an irgendeinen Plan halten. Und wer keine genauen Erwartungen an einen bestimmten Platz hat kann auch nicht enttäuscht werden, sondern nur überrascht. Natürlich gibt es auch negative Überraschungen, wenn ich mich z.B. an den Norden Vietnams erinnere, an dem ich einmal zum Abendessen unglaublich zähes Fleisch hatte. Aber das gehört auch dazu, es kann nicht alles perfekt sein und muss es auch nicht! Und wenn nicht immer alles nach Plan läuft, kann es oft sogar besser werden als wenn man stur dem Plan gefolgt wäre. Als mein geplanter 3 Tages Bootstrip in den Philippinen abesagt wurde, weil es zu wenig Leute waren war ich natürlich erstmal enttäuscht. Dies hat sich dann aber in die beste Zeit auf den Philippinen entwickelt, da ich, falls ihr euch nicht mehr daran erinnert, an diesen 13km langen Strand fast ohne andere Touristen gegangen bin. Und jedes Land, in dem ich bis jetzt war hat seinen eigenen Reiz gehabt: Das Essen in Thailand, das große Abenteuer Vietnam auf dem Motorrad, die Philippinen mit unglaublich tollen und netten Einheimischen und natürlich den traumhaften Stränden, und natürlich zu guter Letzt das riesige Australien mit tausenden von unbewohnten Kilometern.  

Natürlich vermisst man ab und zu mal seine Familie und Freunde, aber man trifft hier so viele neue Leute, dass einem gar nicht so viel Zeit bleibt, seine Zuhause zu vermissen. Da ich die nächsten Wochen sehr lange im Auto sitzen werde, werde ich auch viel Zeit haben, um Whatsapp Nachrichten zu beantworten. Also wer Lust hat kann gerne mal schreiben :D

Allerdings kann es sein, dass ich mal mehrere Tage nicht zurückschreib, das wird dann daran liegen, dass ich kein Internet hab, da wir viel durch unbesiedelte Regionen fahren werden. Ich werde aber hier( https://drive.google.com/open?id=1Go5AjA0HY3kGnHNdfCnfenRnYyI&usp=sharing ) die Route nach und nach updaten, so dass man ungefähr sehen kann, wo ich gerade bin.

Das war es dann erstmal wieder mit meinem Blog, ich hoffe es hat euch gefallen!

11Juli
2017

Perth Teil 3 (Arbeitsalltag und kleinere Tagesausflüge)

Ich hatte mich ja bei der Firma ALS beworben, welche Gesteinsproben aus den Minen verarbeitet und anschließend den Kunden mitteilt, welche Mineralien darin enthalten sind. Freitags hatte ich mein Job Interview zusammen mit 3 anderen Interessenten. Uns wurde ein bisschen was über die Firma erklärt, welche Tätigkeiten wir zu erfüllen hätten und anschließend wurden wir herumgeführt. Es lief alles ganz gut und ich hatte ein gutes Gefühl. Und tatsächlich bekam ich noch am Nachmittag die Bestätigung, dass ich am Dienstag anfangen kann. Nach gut einem Monat hatte ich endlich einen Job gefunden! Nun wollte ich mir in der nächsten Zeit eine Shared Flat, also eine Art Wohngemeinschaft suchen, da das Hostel nun komplett leer war und ich ja jetzt weiß, dass ich hier für ca. 2 Monate bleiben werde.

Abends plante ich noch mein Wochenende, denn ich hatte mich über Facebook mit 3 anderen Backpackern dazu entschlossen am Samstag zu zwei Sehenswürdigkeiten hier in der Nähe zu fahren.

Samstagmorgens um 8 fuhren wir los. Wir waren eine Gruppe von 3 Deutschen (Alyssa, Andrea und ich) und dem Schotten Donald. Wir verstanden uns super, hatten den gleichen Musikgeschmack und den gleichen Humor. Nach 2 Stunden kamen wir an unserem ersten Ziel, den „Lancelin Sand Dunes“, an. In der Nähe konnte man für 10$ ein Sandboard ausleihen sodass man Sand Boarden kann. Bei den ersten Versuchen klappte es bei mir, Alyssa und Andrea noch nicht wirklich, während Donald echt gut war! Nach ein bisschen Übung kam ich aber auch gut rein. Immer wieder den Berg hochlaufen war ziemlich anstrengend, sodass uns recht schnell die Puste ausging und wir uns oben ausruhen mussten. Nur den Berg hinunterrutschen wurde nun recht langweilig so probierten wir verschiedene Sachen aus und schossen tolle Photos und Videos.

 

Sandboarding Andrea, Donald und ich Handstand auf dem Sandboard

 

Da wir nun alle voll mit Sand und verschwitzt waren entschlossen wir uns kurzerhand noch schnell zum Strand zu fahren, dort zu Baden und gemütlich unser Mittagessen zu verspeisen. Es gab ein Käse-Schinken Baguette mit leckerem Aufstrich und als Nachtisch eine Wassermelone, Mandarinen und Bananen. Da Andrea neben ihrer normalen Kamera und einer GoPro auch eine Drohne hatte konnten wir tolle Luftaufnahmen vom Strand machen. Die Drohne zu fliegen war leichter als gedacht, da sie sich automatisch in der Luft hält und man selbst nur die Richtung/Höhe bestimmen muss.

Gestärkt ging es weiter zur Pinnacles Desert. Hier stehen bis zu 4 Meter hohe Kalksteinsäulen, welche durch Erosion vor 20.000 Jahren entstanden sind. Das Gebiet war zuvor von Sand bedeckt, welcher aber durch die Erosion weggetragen wurde und nur die Kalksteinsäulen widerstanden der Erosion und blieben stehen. Auf einem kleinen Berg bestaunten wir den Sonnenuntergang, anschließend fuhren wir heim. Wir hatten einen tollen, aber anstrengenden Tag hinter uns und so konnte ich schnell einschlafen.

Pinnacles 2 3 Sonnenuntergang Donald, Alyssa, Ich und Andrea

Am Sonntag besichtigte ich dann auch 2 Flats und eine gefiel mir richtig gut, sie war nur 5 Minuten von meinem jetzigen Hostel entfernt. Am Montag zog ich auch schon direkt ein.Dort wohne ich nun zusammen mit 6 Kolumbiern. 3 von ihnen können richtig gut Englisch, während die 3 Frauen sehr wenig Englisch konnten, aber das wollten sie nun verbessern. Sie waren aber alle richtig nett!

Balkon der Flat Wohnzimmer

In der ersten Woche wurden ich zusammen mit 2 anderen bei ALS eingeführt und uns wurde gezeigt, was genau wir machen werden. Im Prinzip steht jeder von uns an 3 gleichen Maschinen gleichzeitig. Wir befüllen Maschine 1 mit Gesteinsproben und lassen diese von der Maschine in Steinstaub zermahlen. Da dies meistens 3-5 Minuten dauert gehen wir in dieser Zeit zu den anderen Maschinen und machen dort das gleiche. Anschließend befüllen wir den Steinstaub in 2 Tüten, die eine wird ins Labor gebracht und untersucht, die andere wird in einem Lager untergebracht. Dann säubern wir die Maschine und das ganze geht von vorne los. Das Ziel ist es in den 3 Wochen Training auf 180 Stück pro Tag zu kommen. Am ersten Tag schaffte ich gerade mal 60. Sonntags schaute ich mir um 2 Uhr nachts das Confed Cup Finale an und für Dienstag hatte ich mich mit jemand zum Eislaufen verabredet. So ging auch das Arbeiten schneller rum und nach der zweiten Woche war ich aber schon bei 150 Stück pro Tag.

Staubschutz Meine staubigen Arme nach 2 Stunden Arbeit Eislaufen

Am Wochende war ich zusammen mit Andrea im Kingspark, dort grillten wir und entspannten uns in der Sonne. Leider wird es nun immer kälter, sodass es bald ziemlich kühl wurde.  Nachts haben wir meistens um die 7 Grad und tagsüber zwischen 10 und 25. So langsam vermisste ich das deutsche Essen richtig. Ich entschied mich dazu Maultaschen selbst zu machen. Zwar hatte ich zuerst ein paar Probleme mit dem Teig, aber die 4 Stunden arbeit hatten sich ausgezahlt: ich hatte 20 Maultaschen, die meisten davon gefror ich ein sodass ich mal was schnelles zum Essen hab, wenn ich gerade keine Lust auf kochen hab.

Selbstgemachte Maultaschen

So langsam wurde arbeiten erträglicher, da man sich so langsam daran gewohnt hatte. Inzwischen musste man sich auch nicht mehr so wirklich darauf konzentrieren alles richtig zu machen und so konnte ich auch ein bisschen über meine Planung der nächsten Monate nachdenken.

Ende Juli/Anfang August möchte ich den Roadtrip nach Darwin (Nordwesten Australiens) machen, anschließend entweder nach Cairns und dort einen Farmjob finden oder falls ich keinen finde werde ich eventuell auch ein Praktikum machen, aber wo genau weiß ich nicht. Bei den Farmjobs, bei denen man einen Traktor fährt bekommt man extrem viel Geld, da man teilweise mehr als 100 Stunden in der Woche! Arbeitet, dort besteht der Alltag dann im Prinzip nur aus arbeiten, essen machen und schlafen. Dies ist aber auch nciht schlimm, da man dort so oder so nichts zu tun hat weil man mitten im Nirgendwo ist. Ein Praktikum wäre hingegen natürlich nützlich und interessant für mein Studium, da ich dort schon einmal einen Einblick bekommen würde. Noch ist es aber nicht so weit, darum werde ich es jetzt auch noch nicht weiter ausführen, da ich selber ja auch noch nicht viel mehr weiß.

Am Donnerstag kurz vor Arbeitsende wurde mir gesagt, dass ich am Freitag nicht arbeiten muss, da nicht genug Arbeit vorhanden ist. Ich fragte Andrea, ob sie zufälligerweise schon etwas fürs Wochenende geplant hat. Und tatsächlich: Sie ging mit 2 anderen, Konstantin, den sie von früher kannte, dann aber 10 Jahre lang nicht gesehen hatte und Athanasia, die sie über Facebook getroffen hatte übers Wochenende nach Albany/Margaret River. Dies liegt im Süden Perths und dort gibt es richtig schöne Plätze zum anschauen. So schloss ich mich ihnen spontan an. Freitag morgen ging es dann los mit unserem gemieteten Auto. Eigentlich hätten wir nur ein ziemlich kleines Auto, da aber der Mietwagenverleih Probleme hatte bzw 2h zu spät kam, bekamen wir ein kostenloses Upgrade: Ein Toyata Camry mit 20 Kilometern, also im Prinzip ein Neuwagen. Er war richtig schön geräumig. So ging der kleine Roadtrip schonmal richtig gut los. Freitags wollten wir einfach nur nach Albany runterfahren, dies liegt ca 4h im Süden. Dort übernachteten wir im YHA Hostel, dies ist eine der größeren Hostelketten in Australien. Samstag morgen fuhren wir dann zu einem Windpark, zu einer natürlichen Brücke und zu traumhaften Stränden.

Windpark Windpark2 Ausblick vom Windpark Ausblick in die andere Richtung 3 4 Panoramabild Windpark Andrea, Athanasia, Konstantin und ich Natural Bridge

Baden konnten wir zwar nicht, da es dafür zu kalt war, aber wunderschön war es trotzdem. Zum Mittagessen gab es dann einen leckeren Brownie. Nun ging es wieder ins Auto und wir fuhren nach Margaret River, dies liegt zwischen Albany und Perth. Dort bin ich auch zum ersten Mal in Australien Auto gefahren (Linksverkehr!). Man gewönhnt sich aber auch echt schnell daran und so war es kein Problem, vor allem da wir meistens eh auf einsamen Straßen ohne viel Nebenstraßen fuhren. Einen kleinen Schockmoment gab es aber: Auf einmal hüpfte aus dem Gebüsch ein Känguru auf die Straße, ich konnte aber gerade so noch abbremsen, so konnte das Känguru gerade noch entkommen. Hätte ich auch nur ein bisschen später reagiert wäre es nicht gut für es ausgegangen. Gegen 9 Uhr Abends kamen wir dann in Margaret River an. Wir kochten uns eine leckere Curry Sauce mit Reis, anschließen entspannten wir uns noch bei ein paar Bier.

Die Region Margaret River ist bekannt für ihre vielen Winzereien, Brauereien, Käsereien und so weiter. So ging es am Sonntag zu verschiedenen Winzereien, bei denen wir überall kostenlos Wein probieren konnten. Zum Glück mochte Athanasia keinen Wein, so hatten wir einen Fahrer. Der Wein hier ist echt total lecker! Anschließend ging es weiter zu einer Käserei, wo man auch kostenlos Käse probieren konnte. Dann ging es weiter zu einem Peanutverkauf, bei dem es natürlich auch kostenlose Proben gab, dann zum Schokoladenverkauf und als Highlight ein Marmeladen/Balsamico/Öl/Wein- und Likörverkauf (natürlich auch mit kostenlosen Proben!) Außerdem schauten wir noch bei ein paar schönen Stränden vorbei.

Ausblick bei einer Winzerei Strand Strand Strand Strand Kääääääse Landschaft Luftaufnahme mit DrohneWir 4Nochmal eine Luftaufnahme

Dann ging es aber leider auch schon wieder nach Perth da ich ja am Montag wieder arbeiten musste. Nach 3 Tagen und am Ende des kleinen Roadtrips war die Kilometeranzeige nun bei etwa 1300 Kilometern. Es war ein tolles Wochenende und wir haben uns richtig gut verstanden. Hier ist eine kleine Karte mit der Übersicht unserer groben Route:

https://drive.google.com/open?id=1v1Z8MhUzR_HEHg6IhLrmMJhjh-E&usp=sharing

 

Zum Arbeiten am Montag morgen musste ich dann allerdings mit Bahn & Fahrrad hinkommen, da meine Mitfahrgelegenheit dort nicht arbeiten muss. So fuhr ich zuerst 20 min mit der Bahn und dann 7 km mit dem Fahrrad, das Ganze dann natürlich auch wieder zurück. So konnte ich mir immerhin wieder die ganzen Käse/Schokoladen/Weinproben abstrampeln.

15Juni
2017

Perth Teil 2

Perth 2

So langsam wurde es langweilig im Hostel. Wir waren bis auf 2-3 Leute immer noch genau die gleichen Leute wie am Anfang und jeder war ein bisschen deprimiert. Ein paar wollten eigentlich schon vor einer Woche ihren Roadtrip in den Norden starten, dann ging aber eine halbe Stunde nachdem sie losgefahren waren das Auto kaputt, obwohl sie dieses 3 Monate lang ohne Probleme benutzt hatten. Somit mussten sie wieder ins Hostel zurückkehren. Zwei andere suchten schon seit 3 Wochen nach einem Auto, fanden aber keines das zu ihren Ansprüchen passte und die meisten anderen (inklusive mir) suchten einen Job, aber fanden keinen. Wir spielten viel Tischtennis und Billiard, aber auch dies ist nach 3 Wochen nicht mehr ganz so spannend wie anfangs.

Sonnenuntergang am Strand

An einem Donnerstag war Western Australia Day. In Perth war ein Gelände voll mit Essenständen etc. Es gab auch ein Zelt in welchem Livemusik gespielt wurde, aber mittags war noch nicht wirklich viel los. Gegen Abend gingen wir nochmal hin und dort wurde es dann richtig gut, denn es spielten gute Bands und die Stimmung war auch richtig gut!

 

Western Australia Day Party

Da es hier nun immer kühler wird konnten wir auch nicht mehr wirklich an den Strand gehen. Mittwochs und donnerstags gingen wir nun immer zum Billiard Turnier in einer Bar, kamen aber nie über die 2. Runde hinaus. Ich hatte zwar ein Job Interview bei einer Fundraising Agentur, bei der man Spenden für Kinder aus schwierigen Verhältnissen sammelt, wurde aber abgelehnt.

Aber immerhin einen Lichtblick gab es. Ich verabredete mich mit der Australierin Tristyn, welche 150 km südlich wohnt, zum Campen am Wochenende. Ich fuhr mit dem Zug zu ihr und sie holte mich dann mit dem Auto ab. Da sie auch oft mit ihrer Familie campen geht kannte sie die Gegend sehr gut und konnte mir viele coole Plätze zeigen. Wir übernachteten auf einem kostenlosen Campingplatz im Wellington National Park, grillten dort und übernachteten im Auto.

Lagerfeuer Landschaft Tristyn und ich 2

Trotz 3 Decken, warmer Jogginghose und Pulli war es ziemlich kalt, da es hier nachts 0° hatte. In Perth dagegen hat es nachts immerhin noch 10-15°. Morgens ging ich noch im eiskalten Wasser baden, dann fuhren wir zu ihr heim und ich genoss die heiße Dusche. Dann fuhren wir nochmal los um andere coole Plätze zu sehen. Unter anderem die „Gnomeville“. Ein Bewohner hatte vor ca. 30 Jahren an einer Straßenkreuzung ein Gartenzwerg aufgestellt. Dies entwickelte sich zu einer riesigen Ansammlung an Zwergen, die sich in Bäumen turnten, im Wasser schwammen oder auf einer Zwergenschaukel schaukelten.

Gartenzwerge im Auto Viele Zwerge

Anschließend fuhren wir noch zu einem Baggersee und einer Mine. Da es nachts doch sehr kalt gewesen war entschieden wir uns dazu bei ihr im Haus zu schlafen. Zum Abendessen gab es Fleischküchle und Kartoffelbrei. Ich hätte nicht gedacht, dass es hier auch Fleischküchle gibt, sie waren aber richtig lecker! Ich war zum ersten Mal seit 5 Monaten wieder in einem „normalen“, westlichen Haus und merkte wie viel Luxus es eigentlich ist, zu jeder Zeit heißes Wasser mit genug Druck (in Asien gab es oft nur kaltes Wasser und oft war nicht genug Druck drauf, sodass fast nichts herauskam), leckeres, abwechslungsreiches Essen (nicht nur Nudeln, Reis und Pfannkuchen wie im Hostel), ein unglaublich bequemes Bett, ein Kaminofen und ein bequemes Sofa zu haben. Sonntags fuhren wir noch zum Strand nach Bunbury.

Bunbury Strand in Bunbury Strand Strand mit hohen Wellen

Dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr mit dem Zug zurück nach Perth zum Hostel. Hier realisierte ich, dass ich in diesen 3 Tagen wahrscheinlich mehr gesehen hatte als in den 3 Wochen zuvor!

Sonnenuntergang bei meinr Rückkehr nach Perth

Als ich zurückkam hatte sich die Stimmung gebessert. Die einen hatten ihr Auto reparieren lassen und die anderen hatten ein Auto zum Kauf gefunden.

Am Mittwoch löste sich nun die Hostelgemeinschaft welche über die letzten Wochen entstanden ist auf, zumindest für mich. 3 Autos brachen mit insgesamt 9 Leuten zum Roadtrip in den Norden auf und ein weiteres fuhr in den Süden, denn dort hatten sie ein Job auf einer Farm gefunden. Nun sind wir nur noch 2 aus der ursprünglichen Gruppe und Leon fliegt am Samstag nach Cairns.

Morgen habe ich nochmal ein Job Interview, welches ziemlich vielversprechend klingt. Falls ich den Job bekomme werde ich mir eine Wohngemeinschaft suchen, da im Hostel einfach nichts mehr los ist. Wenn ich ihn nicht bekomme werde ich auch entweder nach Cairns, dort ist es schön warm, fliegen und mir einen Job auf einer Bananenfarm suchen oder ich fliege nach Sydney. Dort ist es zwar kälter als hier, aber man findet auf jeden Fall einen Job. 

Liebe Grüße aus Australien

Michi

31Mai
2017

Ankunft in Australien/Perth

Australien

Es gibt eine kleine Änderung am Blog: Ich werde meinen Blog umstrukturieren. Das heißt, dass ich keinen Blog mehr im Sinne von „Was habe ich jeden einzelnen Tag gemacht“ schreiben werde, sondern mich mehr auf die wirklichen Erlebnisse/Leute/Aktivitäten konzentrieren werde. Das liegt daran, dass ich hier in Australien auch oft arbeite oder mich einfach mal entspanne und so nicht jeden Tag Stoff für neue Einträge haben ohne dass es langweilig wird. Daher werden wahrscheinlich auch nicht mehr so oft Blogeinträge herauskommen, wie oft kann ich aber momentan noch nicht sagen, das ergibt sich dann halt.

Angekommen in Australien checkte ich am Hostel in Perth ein und lernte auch gleich ein paar coole Leute, die alle Deutsch waren, kennen.

Mein Hostel

Perth liegt im Südwesten Australiens und ist im Bundesstaat Western Australia(WA). Hier in Australien kostet alles deutlich mehr als in Deutschland, vor allem Lebensmittel. Nach den billigen Preisen in Asien hatte ich erstmal einen kleinen Preisschock, gewöhnte mich jedoch schnell daran. Allerdings verdient man hier auch deutlich mehr Geld, als Backpacker bei relativ einfachen Jobs meistens 20-25 Australische Dollar. 1,5 AUD entsprechen einem Euro. Ich denke, dass Leben und Arbeiten hier einfacher ist als in DE, da das Durchschnittseinkommen höher ist.  Bald merkte ich, dass hier im Hostel fast nur Deutsche waren und diese erzählten mir auch, dass es relativ oft so in Australien ist, da hier unglaublich viele Deutsche nach dem Abi herkommen. Wir waren ca. 15 Deutsche, aber nur 5 Leute aus anderen Ländern. Anfangs war es auch mal wieder schön Deutsch zu reden, aber schon bald regte es mich zumindest ein bisschen auf, da ich nicht in Australien bin um Deutsch zu sprechen. Leider ist es hier nicht mehr wirklich warm und es regnet auch relativ oft. Bei Regen hat es meistens um die 15 Grad, aber sobald die Sonne scheint haben wir hier auch wieder 25-30 Grad. Am nächsten Tag gingen wir alle zusammen in den Kingspark, welcher einer der schönsten und größten Parks in Australien ist und dort gibt es sogar kostenlose Grillplätze. Der Park ist wirklich toll und man hat eine tolle Aussicht auf die Skyline von Perth, die wir genossen da wir wussten, dass es die nächsten paar Tage regnen würde.

Ausblick Kingspark

Im Hostel selbst ist leider momentan nicht viel los, weil hier bald Winter wird.  Deshalb gehen die meisten Leute in den Norden, da es dort trotzdem noch 30 Grad haben wird, während hier dann 5-15 Grad sind. Zum Glück gibt es hier Tischtennisplatten, so konnte ich mal wieder ein bisschen Tischtennis spielen. Bald spielten wir auch Doppel und ich hatte so viel Spaß wie seit langem nicht mehr an Tischtennis. Da es auch Billiardtische gab und ich viel Spaß daran gefunden hatte, wurden diese auch oft bespielt. An einem Tag gingen wir zu 3. Badminton spielen, da einer von uns früher sogar in der Nationalmannschaft war. Auch im 2 gegen 1 hatten wir keine Chance gegen ihn, aber es hat trotzdem richtig viel Spaß gemacht. Wenn wir gerade nichts machten, suchte ich nach Jobs, da ich hier in Perth ca. 3 Monate arbeiten möchte. Schon nach ein paar Tagen fand ich zufälligerweise einen Job, wenn auch nur für ein paar Stunden. Dabei passte ich darauf auf, dass keiner unter einem Gebäude vorbei lief, da oben gerade Fensterputzer am Werk waren. Ich verdiente in 3 ½ Stunden 70 Dollar und konnte sogar währenddessen Musik hören.

Als es endlich mal wieder gutes Wetter vorhergesagt wurde entschieden wir uns auf „Rottnest Island“ zu gehen, welche eine der schönsten Inseln in Western Australia ist. Der Name kommt daher, dass die ersten Engländischen Entdecker dort die vielen Quakkas sahen und dachten es sind riesige Ratten. Diese sind aber total süß und lassen sogar Bilder mit sich machen! Die Insel ist wunderschön und wir entschieden uns dazu, Mountainbikes auszuleihen und mit diesen die Insel zu umrunden. Das Wasser ist ziemlich kalt, aber das hielt uns nicht davon ab das kühle Nass zu genießen. Abends schliefen wir schnell ein, da wir erschöpft vom vielen Fahrradfahren waren.

Rottnest1 Rottnest2 Rottnest3 Rottnest4 Rottnest5

Da im Hostel beziehungsweise in Perth insgesamt nicht so viel los war und wir neue Leute kennenlernen wollten verabredeten wir uns mit ein paar anderen deutschen Backpackern über Facebook zum Grillen im Kingspark. Wir brachten einen großen Kartoffelsalat mit, den wir am Abend zuvor spontan gemacht hatten. Wir verstanden uns gut und so verabredeten wir uns dazu am Wochenende zusammen Party zu machen.

Grillabend im Park

Nach und nach kamen ein paar mehr Leute ins Hostel, von denen viele nicht Deutsch waren. Ich machte relativ viel mit ihnen da ich hier in Australien ja auch Englisch reden will. Zusammen mit einem Engländer und einer Niederländerin ging ich ins alte Gefängnis in Freemantle, dort wurde uns ein bisschen die Geschichte Australiens erklärt. Australien war eine Kolonie Englands und so wurden dort die ganzen Gefangenen/Verbrecher hingeschickt. Es wurden uns lustige Geschichten über einen Verbrecher, der 6-mal aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und auch sonstige Informationen über das Gefängnis erzählt, zum Beispiel dass ausgewählte Gefangene im letzten Jahr des Gefängnisses die Wände im Zimmer bemalen durften. Abends ging ich mit den beiden noch was trinken.

Gefaengnis von aussen Im Gefängnis Gefängnis Malereien im Gefängnis

Am Freitag und Samstag ging es erst um halb 5 ins Bett, da wir noch auf Partys waren. Beim Vorglühen habe ich dann auch zum ersten Mal Goon probiert, dies ist ein sehr billiger und süßer Wein, den die meisten Backpacker hier trinken. Das ist aber leider auch der einzige billige Alkohol, vor allem Spirituosen sind ca. 3-4x teurer als in Deutschland. Aber auch für Bier zahlt man hier deutlich mehr, in den Bars kostet ein Pint (500ml) meistens 10$.

 

Perth bei Nacht

Da es endlich mal wieder gutes Wetter war entschieden wir uns mit der Bahn zum Strand „Cottesloe“ zu fahren. Es gab Grünflächen zum chillen und am Strand spielten wir Volleyball. Danach ging es noch nach Freemantle, wo wir den „Food Market“ besuchten, dort gab es allerlei leckeres Essen, eine tolle Abwechslung zum normalen Backpackeressen. Dieses besteht meistens aus Nudeln mit Tomatensauce und Thunfisch, Reis, Kartoffeln oder sonstigem billigen Essen. Aber ab und zu brauche ich auch mal „gutes Essen“, so machte ich mir auch mal Reis mit Currysauce und Hähnchenbrustfilet. Einmal wollten wir uns auch Pizza für 5$ bestellen. Dabei bestellt man die Pizza im Internet vor und holt sie dann ab. Einer von uns bestellte sich eine Pizza die ausverkauft war. Dabei bekam er dann einen 3$ Gutschein. So bestellten wir alle diese Pizza, bekamen einen 3$ Gutschein und zahlten nur noch 2$ für eine Pizza! Dies nutzten wir die nächsten Tage auch ab und zu mal aus.

Bei einem Filmabend im Hostel lernte ich eine Kanadierin kennen, mit der ich danach auch noch ein paar Runden Billiard spielte. Am nächsten Tag war es zum Glück warm, so ging ich zusammen mit ihr zu dem Strand „Scarborough“. Wir spielten Frisbee, was aber wegen dem Wind nicht ganz so gut klappte, Spaß hat es trotzdem gemacht. Danach ging es ins Wasser, dort gibt es auch große Wellen wo surfen kann. Leider hatten wir kein Board dabei, aber den anderen zuzuschauen war trotzdem cool.

Scarborough1 Scarborough2 Scarborough3

Die Strände hier sind im Vergleich zu den Philippinen zwar meistens länger, aber direkt an der Stadt neben Hotels etc. Saisonbedingt ist hier im Moment zum Glück nicht so viel los. Abends gingen wir dann noch in eine Bar in der dienstagabends immer Salsa getanzt wird. Da wir zu spät zu den Kursen kamen brachte sie mir die Grundschritte und die ersten kleinen Figuren bei. Leider nicht so viel, da sie die Schritte der Männer nicht kann, aber es war trotzdem cool mal wieder zu tanzen.

 

 Nach 2 Wochen habe ich leider noch keinen festen Job gefunden, aber das wird schon noch werden 😊.

 

 

13Mai
2017

Malapascua, Palawan und Manila

23.4.

Tagsueber Strand, abends gab es am Hostel eine kostenlose Rum & Coke Party, ausserdem wurde natuerlich Karaoke gesungen.

Am Strand chillen

24.4.

Zusammen mit der Niederlaenderin Romee ging ich ans noerdliche Ende der Insel. Dort konnte man von ca 11m ins Wasser springen cool. Anschliessend liefen wir zum Leuchtturm, dem hoechsten Ort Malapascuas. Im Schatten ruhten wir uns aus. Abends wurde uns ein vegetarisches Restaurant empfohlen. Ich bestellte mir Shakshuka. Es ist ein israelisches Gericht und besteht aus passierten Tomaten, Gewuerzen und einem Ei. Dazu gibt es frisches Brot. Es war unglaublich lecker!

Beim Klippenspringen 2

 Shakshuka

25.4.

Ich stand frueh auf, denn heute ging es tauchen. Da der Tauchkurs, den ich bisher gemacht hatte nur bis 18m ist, musste ich zusammen mit einem Tauchlehrer gehen, weil wir bis auf 30m hinuntertauchten. Dort kann man normalerweise Thresher Haie sehen. Diese sind ungefaehrlich. Heute hatten wir aber leider Pech und es kamen keine. Es war trotzdem ein tolles Erlebnis auf 30m hinunterzutauchen, da man dort andere und groessere Fische sehen kann als auf 18m. Zusammen mit Romee ging es heute nach Cebu, da wir beide am naechsten Tag einen Flug hatten. Das Hostel war sehr cool und der Besitzer empfing uns sehr freundlich mit eiskaltem Wasser und kostenlosem Mango Float. Diesen hatte ich ja bereits auf Siargao schon.

26.4.

Es ging mit einem 1 stuendigen Flug auf die Insel Palawan, welche im Westen der Philippinen liegt. Ich landete in Puerto Princesa.

27.4.

Ich plante meinen Ausflug zum Underground River(Weltnaturerbe), welcher weltbekannt ist. Ausserdem ging ich zum 2. Mal in den Philippinen ins Kino. Dieses mal schaute ich Guardians of the Galaxy 2 an. 

28.4.

Leider war ich nicht ganz so frueh dran wie geplant. Nun war alles voll mit Touristen und ich musste 3 Stunden warten, bis ich endlich den Underground River besichtigen konnte. Trotz den vielen Touris war es wunderschoen. Wir fuhren mit dem Boot in die riesige Hoehle, welche immer noch nicht vollstaendig erforscht ist. Leider sind von den 8 km nur 1,2 fuer Touristen freigegeben. Ohne die Taschenlampe des Bootsfuehrers waere es stockdunkel gewesen. Wir sahen viele Fledermaeuse, Krebse und natuerlich Stalagmiten und Stalagtiten. Anschliessend fuhr ich mit dem Bus weiter nach Port Barton, welcher ein kleiner, beschaulicher Ort ist. Hier sind zwar Backpacker, aber es ist nicht so ueberfuellt wie in anderen Orten. Beim Abendessen traf ich eine nette Gruppe und zusammen verbrachten wir den Abend in einer Reggae Bar am Strand, bei der es auch eine Feuershow gab.

Underground River 2 3 Feuershow

29.4.

Zum Fruehstueck traf ich mich mit 2 Daenen von gestern. Auf dem Weg zum White Sand Beach trafen wir einen Hund, der den ganzen Weg bei uns blieb und mit uns zusammen zum Strand lief. Dort gab es Haengematten, kristallklares Wasser und natuerlich einen wunderbaren weissen Strand. Auf dem Rückweg folgte der Hund uns wieder. Abends ging es wieder in die gleiche Bar wie gestern.

White Sand Beach Haengematte

30.4.

Heute ging es mit dem Bus nach El Nido. Im Bus traf ich viele coole Leute aus unterschiedlichen Nationen: Anka aus Niederlande, Maciek aus Tschechien, Ondrej aus Polen, Julia aus Kanada und noch mehr. Wir gingen alle zusammen in das gleiche Hostel. Da wir schon um 12 dort waren, haben wir uns Scooter ausgeliehen und sind zum Nacpan Beach gefahren, welcher eine halbe Stunde noerdlich liegt. Abends sind wir puenktlich zum Sonnenuntergang an einem anderen Strand angekommen.

Sonnenuntergang Baby Hund am Hostel :D

El Nido ist extrem touristisch, man kann es schon fast mit Mallorca vergleichen. In jeder Strasse 10 Reiseagenturen, Strassenverkaeufer, Tricycle Fahrer und alles, was zu einem typischen Touri Ort gehoert. Wir fanden es alle nicht besonders schoen.

1.5.

Es gab ein Thunfisch Sandwich zum Fruehstueck, dann lief ich zusammen mit Anka und Julia in der Stadt rum, ein bisschen Shopping, ein bisschen entspannen. Mit einem Tricycle liesen wir uns zum gleichen Strand von gestern Abend fahren und genossen beim Sonnenuntergang tolle Cocktails.

Pina Colada

2.5.

Da ich am naechsten Tag weiter nach Coron wollte, buchte ich eine 3 Tages Islandhopping Tour, die schliesslich dort endet. Am Abend zuvor hatte ich von einem Surfspot noerdlich des Nacpan Beaches gehoert, also entschloss ich mich dorthin zu fahren. Leider waren die Wellen extrem klein bis gar nicht vorhanden. Ich wusste aber, dass ein paar Leute aus dem Hostel nochmal zum Nacpan Beach gefahren sind. Also fuhr ich dorthin zurueck und kam sogar gleichzeitig mit ihnen an.

Als wir uns abends um 7 bereitmachten zum Ausgehen, kam die Frau, bei der ich die Tour nach Coron gebuchte hatte und teilte mir mit dass sie die Tour leider absagen muessen, da 4 Leute abgesagt hatten und ich so der einzige gewesen waere. Nun hatte ich erstmal keinen Plan, was ich machen wollte. Denn Coron war zwar schoen zum Tauchen, aber dort gibt es keinen wirklichen Strand. Ich wusste, dass alle anderen El Nido auch morgen verliessen, also war ein Tag mehr bleiben auch keine Option. Wir gingen alle zusammen essen und ich fand im Menue sogar Kaesspaetzle! Ich war sehr skeptisch, aber entschloss mich dazu, sie zu probieren. Das erste Mal in den nun fast 4 Monaten ass ich etwas typisch Deutsches. Es war eine sehr grosse Portion. Die Spaetzle waren sogar echt gut, nur leider war der Kaese fast geschmacklos. Ich entschied mich dazu, zusammen mit der Kanadierin Julia zu einem kleinen Ort namens San Vicente zu fahren. Dieser liegt zwischen El Nido und Port Barton und ist fast komplett untouristisch. Ausserdem gibt es dort den laengsten Strand in den Philippinen, welcher 14,7km lang ist. 

3.5.

Wir mussten sehr frueh aufstehen, da nicht viele Busse nach San Vicente fahren. So ging es um 5 Uhr los. Da man hier nie so genau weiss, wann die Busse kommen mussten wir 2 Stunden beim umsteigen warten. Aber es hatte sich gelohnt, denn als wir ankamen, waren wir total begeistert vom wunderschoenen und komplett leerem Strand. Am kompletten Strand gibt es nur eine Unterkunft und die Besitzer begruessten uns total nett und erzaehlten uns, dass es sogar der zweitlaengste Strand in ganz Asien ist. Um in unser Zimmer zu kommen, mussten wir mithilfe eines kleinen Bootes den 10m breiten Fluss ueberqueren. Das Zimmer war klein, aber das reicht, wenn man eh den ganzen Tag unterwegs ist. Ich wusste schon jetzt, dass es die richtige Entscheidung gewesen war, hierher zu kommen. Der Koch der Unterkunft kochte uns ein sehr leckeres Essen. Da das Meer sehr flach war, ist das Wasser in den ersten 10m richtig warm und vielleicht 20cm tief. Aber auch nach 40m kann man immernoch stehen, auch wenn das Wasser nun auf Halshoehe ist.

Strand!!! Boot ueber den Fluss zu Unterkunft

4.5.

Am naechsten Tag lernten wir ein Paar aus England und Suedamerika kennen, mit dem wir Volleyball und Frisbee spielten. Ich merkte, dass ich hier unglaublich gluecklich war, einfach nichts zu tun, am Strand zu entspannen und die Sonne zu geniessen. Abends gab es frischen Fisch und Reis.

Entspannen Chillen Sonnenuntergang

5.5.

Wir liehen einen Scooter aus und fuhren in die 2 km entfernte Stadt. Dort kauften wir beide ein San Vicente T-Shirt. Anschliessend fuhren wir zum anderem Ende des Strandes. Dort gab es eine kleine Insel 50m im Meer, aber da hier alles flach ist konnte man dort hin laufen. Die Insel hatte sogar einen kleinen 3m langen natuerlichen Tunnel, in dem 20cm grosse Krebse, aber auch Fledermaeuse waren.

Abendessen

6.5.

Heute ging es auf eine Islandhopping Tour mit Schnorcheln. Wir sahen grosse Schildkroeten, Korallen und viele Fische. Auf dem Heimweg regnete und stuermte es ziemlich stark, sodass es kuehl wurde. Nach einer Stunde war aber wieder alles vorbei und die Sonne schien wieder. Wir hatten zusammen mit den Besitzer und Mitarbeitern einen tollen Abend.

Schnorcheln Regenfront Zurueck am Hostel Toller Abend

7.5.

Wir standen frueh auf, da wir noch ein letztes Mal den tollen Strand geniessen wollten. Ausserdem kletterte ich auf einen Kokosnussbaum und holte uns 2 frische Kokosnuesse zum Fruehstueck. Dann ging es mit dem Bus zurueck nach Puerto Princesa, da wir beide morgen nach Manila flogen. Wir liefen ein bisschen in der Stadt rum und es gab noch mal Shakshuka. 

1 Unsere Kokosnuss 2 Klettern Chillen

8.5.

Wir flogen beide nach Manila. Dort mussten Julia und ich uns leider verabschieden. Wir hatten uns super verstanden und ein paar tolle Tage zusammen gehabt. Ich bestellte mir ueber die App Grab ein privates Taxi und fuhr in mein Hostel. Grab ist im Prinzip genau wie Uber. Ueber eine App bestellt man sich ein privates Taxi, welches sich aber natuerlich zuerst verifizieren muss etc. Diese sind deutlich sicherer und auch guenstiger als normale Taxis. Fuer eine Stunde fahren zahlte ich knapp 4 Euro, mit einem normalen Taxi haette ich mindestens 10-20 gezahlt. Im Vergleich zu Deutschland ist dies zwar immer noch billig, aber fuer die Verhaeltnisse hier viel zu viel. In den verbleibenden 6 Tagen in den Philippinen wollte ich noch den Norden besichtigen. Ich entschied mich dafuer, den Nachtbus zu nehmen und plante meinen Aufenthalt dort. Ich lies meinen grossen Rucksack in meinem Hostel in Manila und nahm nur den Kleinen mit.

9.5.

Um 6:30 kam ich in Banaue an. Ich wusste, dass es einen Jeepney, also einen offiziellen Bus fuer 150 Pesos(Also 3 Euro) am morgen nach Batad gibt, aber die Reiseagentur, wo wir rausgelassen wurden erzaehlte uns, dass es diesen nicht mehr gibt und nur noch private Tricycles, welche ca 700 Pesos kosten. Ich fand jemand, der auch nach Batad wollte und wir liefen ein bisschen in der Stadt herum und fragten die Leute dort. Inzwischen war der Bus aber abgefahren, da uns die Reiseagentur so lange hingehalten hatte und uns versucht hatte, ueberteuerte Touren etc anzudrehen. So blieb uns tatsaechlich nur noch das Tricycle uebrig, allerdings fanden wir hier eines fuer 400 Pesos. Wir teilten uns den Preis, so zahlte jeder nur 4 Euro. Da die Strasse nach Batad aber noch nicht fertig ist, mussten wir noch ca 20 Minuten laufen, bis wir angekommen waren. Wir wurden mit einem grandiosen Ausblick ueber die Reisterassen belohnt. Diese gehoeren zu den 8 Weltwundern! Wir verabschiedeten uns und jeder ging zu seiner Unterkunft. Von meiner hatte ich einen tollen Ausblick auf die Terassen. Nachmittags entschied ich mich dazu ein bisschen herumzulaufen. Leider hatte ich meine Wanderschuhe in Manila vergessen, so hatte ich nur meine Flip Flops. Dies ging sogar recht gut, da ich in den letzten 2 Monaten fast ausschlieslich mit Flip Flops herumgelaufen bin und so an diese gewohnt war. Auf ca 3/4 der Hoehe kommt man relativ einfach, da es dort noch einen Weg gibt. Danach muss man allerdings ein bisschen klettern. Ich wurde mit einer unglaublich tollen Aussicht belohnt! Dann ging es wieder zurueck an die Unterkunft.

Ausblick von oben 2 Ananas am Wegrand

10.5.

Heute ging es richtig wandern zu einem ca 4 km entfernten Dorf. Es war ein kleiner Pfad und es ging dauernd auf und ab. Nach 3 Stunden kam ich an und bestellte mir Chicken Adobo. In der Wartezeit genoss ich den Ausblick von einem Aussichtspunkt. Die Reisterassen hier waren komplett anders als die in Batad. Auf dem Rueckweg gab es endlich wieder Mal einen Wasserfall!!! Abends traf ich dort ein paar nette Leute, unter anderem Sarah, die halb Schweizerin halb Philippino ist.Sie besucht gerade ihren Vater, der von einem Stamm ein paar Kilometer von Batad entfernt kommt. So erfuhr ich viel ueber die Reisfelder und die Gegend hier. Die Reisfelder wurden vor ueber 4000 Jahren erbaut. Dabei muss man darauf achten, dass in jedes Reisfeld Wasser kommen kann, da der Reis extrem viel Wasser zum Wachsen benoetigt. Es wachsen dort 4 Reissorten.

Batad Der Wasserfall

11.5.

Ich fuhr zusammen mit Sarah und ihrem Vater zurueck nach Banaue, da ich heute Abend den Nachtbus zurueck nach Manila nehme. Da die beiden aber nun weiter fahren, blieb ich allein in Banaue, buchte meinen Bus und enspannte mich. Banaue ist ziemlich arm, dies sieht man auch oft an den teilweise sehr heruntergekommenen Haeusern.

Banaue 2

12.5.

Gegen 4:30 morgens kam ich in Manila an. Mit einem Grab Taxi fuhr ich zurueck zu meinem Hostel und doeste dort nochmal 2 Stunden. Anschliessend ging ich in eine Shopping Mall mit dem Plan, dort den neuen Alien Film anzuschauen und ein paar Sachen einzukaufen. Ich traf dort aber 3 Amerikaner und entschied mich zusammen mit ihnen ein bisschen die Stadt zu besichtigen. Wir besichtigten eine Kirche, die vom Baustil her ziemlich genau der Basilika entspricht und eine fruehere Burg. Da die Spanier die Philippinen frueher besetzt hatten erinnerte mich vieles an den spanischen Baustil. Wir erfuhren hier ein bisschen was ueber die Geschichte und die Revolutionen in den Philippinen. Abends ging es zusammen noch in eine Bar.

Dies ist der einzige schoene Bereich in Manila bzw. das einzige, was sich lohnt zu besuchen. Selbst die Einheimischen sagen, dass man in Manila nicht viel machen kann, obwohl es eine Millionenstadt ist. Sie empfehlen selbst, nur so lange zu bleiben wie man muss.

Manila Burg Wolkenkratzer

13.5.

Ich schrieb meinen Blog. Nachher werde ich mit ein paar Leuten, die ich ueber die Couchsurfing App kennen gelernt habe in den neuen Alien Film gehen.

Morgen geht es dann auf nach Australien smile

 

21April
2017

Camiguin & Malapascua

13.4
Nach 3 Tagen jeden Tag tauchen war heute mal Zeit fuer eine Pause. Ich
entspannte mich in der Haengematte und habe Game of Thrones auf
Englisch, das ich mir in Thailand gekauft hatte, fertig gelesen. 
Abends probierte ich die Nachtaufnahme Funktion meiner Kamera aus.
Spinne Nachtphoto

14.4.
Zusammen mit dem Niederlaender Sanders, der in meinem Raum ist, bin
ich zu den Binangawan Wasserfaellen gefahren, Unten am Highway auf
Meereshoehe wurden wir von dem Fahrer rausgelassen, anschliessend sind
wir bei grossartiger Aussicht, leider aber auch teilweise mit Regen
ca. 3 Stunden gewandert bis wir auf 1300 Metern angekommen waren. Dort
endete die Strasse. Anschliessend fragten wir einen Einheimischen wo
es zu den Wasserfaellen geht. Da es ein enger Pfad war und es
ausserdem durch den Regen sehr rutschig war, begleitete er uns, bis
wir nach 20 Minuten angekommen waren. Die Abkuehlung war sehr
willkommen! Da es nun doch schon 3 Uhr nachmittags war, liesen wir uns
von ihm herunterfahren. In einem nahegelegenen Restaurant gab es dann
eine frische Kokosnuss und richtig leckeres Essen.
Wasserfall Ich eine frische Abkuehlung Unser Fahrer, Sanders und ich Unser Ausblick Ausblick2

15.4.

Zusammen mit einem Deutschen ging ich tauchen. Wir wurden mit dem Boot
in die Naehe der White Island, die ich ein paar Tage zuvor ja schon
besucht hatte, gebracht. Beim ersten Tauchgang war die Stroemung
relativ stark, sodass wir uns einfach treiben liesen,da es sich nicht
lohnte dagegen anzuschwimmen. Dort sah ich eine Riesenschildkroete,
diese war um die 2 Meter lang. Ausserdem natuerlich viele Fische,
Korallen, Quallen und was man noch so unter Wasser findet.
Anschliessend machten wir eine Stunde Pause, damit sich der Koerper
erholen kann. Beim zweiten Tauchgang auf der anderen Seite der Insel
war die Stroemung deutlich milder, sodass wir die Richtung bestimmen
konnten. Dort sahen wir nochmal eine Schildkroete und folgten ihr auch
eine Weile lang, ausserdem zwei Wasserschlangen, welche auch
mindestens 2 Meter lang waren.

Abends wurde ich von den Nachbarn der Tauchschule eingeladen. Diese
feierten eine grosse Reunion Party, bei der die ganze Familie mitsamt
Cousins, Grosscousins etc. zusammenkommt und feiert. Es waren ueber 50
Leute. Alle waren unglaublich freundlich und es machte richtig Spass
mit den Einheimischen zu reden. Da jeder dort Karaoke sang, liess ich
mich auch ueberreden. Anschliessend tanzten alle zusammen, von den
Kindern bis zum Opa.
Es war ein sehr toller Abend und gegen halb 4 ging es dann mal langsam ins Bett.
Reunion Party

16.4.
Morgens hatte ich Brot gegessen, welches aber leider, wie ich im Laufe
des Tages bemerkte, nicht mehr gut gewesen war. Ich bekam leichte
Bauchschmerzen, ging abends aber zusammen mit Sanders wieder zur
Reunion Party. Ich feierte heute aber nur bis 1, da ich am naechsten
Morgen frueh aufstehen musste.

17.4.
Um halb 6 wurde ich vom Leiter der Tauchschule zum Pier gefahren.
Leider hatten sich die Bauchschmerzen stark verstaerkt und Uebelkeit
kam hinzu. Zum Glueck hatten zwei andere Deutsche die gleiche Route
wie ich und so schloss ich mich ihnen an. Bei unserem ersten
Zwischenstopp in Jagna auf Bohol kaufte ich mir Tabletten, die das
ganze ein wenig lindern sollten, sie halfen aber nicht wirklich.
Anschliessend fuhren wir mit dem Bus zu einem anderem Teil der Insel,
wo wir die Faehre nach Cebu nahmen. Gegen 5 Uhr Abends waren wir
angekommen. Ich verabschiedete mich von ihnen und fuhr zu meinem
Hostel, in dem ich am Anfang meiner Reise auf den Philippinen auch
schon gewesen war. Der Besitzer wusste sogar noch meinen Namen! Total
fertig vom Tag legte ich mich ins Bett und schlief auch relativ bald
ein.
Ausblick

18.4.
Zum Glueck ging es mir heute wieder besser. Da ich nun bereits einen
Monat auf den Philippinen war musste ich mein Visa verlaengern, sodass
ich einen weiteren Monat bleiben kann. Im Immigrationsbuero
angekommen, welches in einer Shoppingmall war, musste ich ca. 3
Stunden warten, bis die Verlaengerung abgeschlossen war. Anschliessend
lief ich ein bisschen in der Mall herum, hatte ein leckeres Sandwich
als Mittagessen und fand heraus, dass es hier auch ein Kino gab. Da
Englisch auf den Philippinen neben Tagalog, ihrer eigenen Sprache,
Hauptsprache war, entschloss ich mich zu schauen ob dort eventuell
auch Filme auf Englisch kommen. Und tatsaechlich waren die Filme auf
Englisch. Dies liegt daran, dass ansonsten die ganzen Filme uebersetzt
werden muessten und das lohnt sich nicht, da sich sonst kein
Einheimischer mehr das Kino leisten konnte. Ich fand heraus, dass in
10 Minuten der neue Teil von Fast & Furious lief. So ging ich fuer nur
4 Euro ins Kino. Ich verstand zwar nicht jeden Satz, aber den
Zusammenhang sehr gut. Ich denke, ich werde auf den Philippinen noch
oefters ins Kino gehen, da im Mai noch ein paar gute Filme rauskommen.

19.4.
Morgens um 9 reiste ich von Cebu ab, um einen Bus fuer 5 Stunden zu
nehmen, der mich ans noerdliche Ende der Insel brachte. Von dort aus
nahm ich ein kleines Boot auf die Insel Malapascua,
Im Hostel angekommen ging ich erstmal an den traumhaft schoenen
Strand. Weisser Sand, tuerkisblaues Meer! Als ich zurueck am Hostel
war traf ich ein paar Englaender und Schweden beim Billiard spielen,
mit denen ich anschließend auch mein Abend verbrachte. Nachdem wir lecker  gegessessen
hatten, spielten wir ein paar Runden Bierpong und anschliessend
Karten. Die beiden Maedels aus Schweden hatten Farben mitgebracht, so bemalten wir unsere Gesichter.
Ankunft auf MalapascuaNormale Wege auf Malapascua . Gesichter bemalen

20.4.
Neben dem hostel gab es einen Tennisplatz, so spielten wir Tennis, auch wenn ich nicht besonders gut wir hat es viel Spaß gemacht. Als Mittagessen gab es ein sehr
leckeres Haehnchen mit gelbem Curry fuer nur 2,50 Euro.
Der Abend war sehr amüsant. Die beiden Schwedinnen hatten sich ein paar Spiele überlegt. Sie sagten ein Wort auf schwedisch und wir mussten das Wort erst richtig wiederholen und dann die Bedeutung erraten. Anschließend musste jeder 3 Kekse, die man ungefähr mit den Leibniz Keksen, die wir zuhause haben vergleichen kann, Essen und wer zuerst wieder pfeifen konnte hat das Spiel gewonnen. Es klingt einfacher als es ist! Gegen halb 4 ging es dann ins Bett.
Sonnenuntergang auf Malapascua
 
21.4.
Da alle anderen die Insel heute verliessen und sonst nicht wirklich was los war, entschied ich mich dazu das Hostel zu wechseln. Anschliessend ging ich an den Strand und habe angefangen Das verlorene Symbol von Dan Brown auf Englisch zu lesen.
Strand Mein neues Hostel
 
22.4
Zum Fruehstueck gab es ein Mayo-Thunfisch Sandwich. Ich chillte heute den ganzen Tag am Strand, badete im kristallklaren Wasser und hatte einen eiskalten Mango Shake.Abends lud uns der Besitzer des Hostels ein, hier Abendzuessen.Es gab Barbecue, Reis, Salat, frische Mango, Bananen und Wein.
Unser Abendessen

Das war es erst einmal wieder.
Meine Plaene fuer die naechsten Wochen sind, dass ich naechste Woche
auf die Insel Palawan fliege, danach geht es noch auf die Insel, auf
der auch die Hauptstadt Manila, ist. Mitte Mai geht es dann nach
Australien.

 

04April
2017

Siargao, Bohol, Camiguin

Info: Ich kann hier leider keine Umlaute bzw. Sonderzeichen benutzen, da ich den Blog in einem philippinischen Internet Cafe schreibe.

26.3.

Ich verabschiedete mich von den zwei Deutschen, aber eventuell werde ich mich mit Anna in Australien treffen.

Wir gingen wieder surfen, aber leider waren die Wellen entweder nicht vorhanden oder zu hoch fuer mich(Bis zu 3 Meter)ausserdem regnete es oft. Nachmittags ging es auf die Farm der Haushaelterin Mei Mei. Dort hatten wir einen wundervollen Ausblick auf die Landschaft. Ausserdem durften wir alle auf dem Karibu reiten, welches dort als Nutztier eingesetzt wird zum Pfluegen der Aecker etc. Mei Mei kletterte ausserdem auf Kokosnussbaeume, so konnte jeder frische, leckere Kokosnussmilch und Kokosnusswein trinken und natuerlich das Fruchtfleisch essen.

  Frische Kokosnuss Mei Mei beim Karibu ReitenSurfen Ich beim Reiten Aussicht

27.3.

Morgens habe ich mir ein Motorrad ausgeliehen und bin zusammen mit zwei anderen aus Wales zu einem natuerlichem Pool gefahren. Diesen kann man aber nur bei Ebbe sehen, da er ansonsten ueberflutet ist.

Surfen nachmittags fiel wortwoertlich ins Wasser, da es stark stuermte und regnete. Dafuer entspannten wir uns bei einer tollen Massage und erholten uns von den letzten Tagen. Da wir am naechsten Morgen um 5 Uhr aufstehen wollten um die besten Wellen zu erwischen ging es frueh ins Bett.

Rockpool

28.3.

Um kurz vor 6 fuhren wir zum Secret Spot los, bis auf uns 10 vom Hostel waren nur zwei andere da. Zwar kamen nicht viele Wellen, aber diese waren dafuer dann richtig gut. Dadurch war es auch nicht so anstrengend, da man nicht dauerhaft paddeln musste, um wieder rauszukommen. Es war mein bester Surftag, den ich bisher hier hatte.

Abends gingen wir Burger essen und Billiard spielen.

The Secret Spot Secret Spot2

 

29.3.

Wieder ging es Surfen, aber es regnete sehr oft und stark, ausserdem waren die Wellen durch den Wind nicht besonders gut. Als wir zurueck kamen, hatte die Huendin bereits das erste Baby zur Welt gebracht. Insgesamt starb leider eins, aber 5 Babies sind immernoch genug. Die Babies sind kleiner als die Handflaeche und unglaublich suess und flauschig. Abends gingen wir wieder Billiard spielen und anschliessend zur Karaoke.

  Die 5 Babies StegBlick vom Steg

 

30.3.

Unser Lebensmotto hier war generell Surf, Eat, Sleep, Repeat. Die Babies waren unglaublich suess, so waren wir die meiste Zeit dort. Abends kochten wir alle zusammen richtig lecker. Anschliessend sahen wir den Sonnenuntergang.

BabyUnser EssenSonnenuntergang

31.3.

Heute war der Tag der Abreise. Das Hostel und das in Bangkok waren mit Abstand die beiden besten, die ich in den nun 2 1\2 Monaten Reisen hatte. In Surigao lies ich mir die Haare fuer nur einen Euro schneiden, insgesamt war es zwar gut, aber leider ein bisschen zu kurz. Ich nahm die Nachtfaehre nach Cebu, dort redete ich mit ein paar Leuten, die mir fuer meinen naechsten Reiseort ein gutes Hostel empfohlen haben, allerdings kann ich dort erst am Tag nach morgen hin.

Sonnenuntergang Nach dem Haare schneiden

1.4.

Ankunft auf der Insel Bohol. Im Hostel war nur ein anderer und viel gab es leider auch nicht zu sehen, aber immerhin war das WLAN gut, was auf den Philippinen relativ selten ist. Meistens ist es entweder ueberhaupt nicht vorhanden bzw. Faellt dauernd aus, und wenn es da ist, ist es extrem langsam. Ich war froh, dass mir bereits ein anderes Hostel empfohlen wurde.

 

2.4.

Mit einem Minibus ging es zu dem kleinem Ort Anda. Das Hostel dort war sauber und direkt am Strand. Ich traf dort eine Niederlaenderin, Marta, die fuer Bohol die gleichen Plaene hatte und auch als naechstes Reiseziel die kleine Insel Camiguin im Blick hatte.

Blick vom Zimmer Fluss auf Bohol

3.4.

Zusammen mit Marta erkundete ich bei Regen die Insel. Leider hatten wir recht bald einen Platten, so mussten wir notgedrungen Pause machen, bis der Reifen repariert war. Wir besichtigten die beruehmten Chocolate Hills, welche ihrem Namen nur ein paar Monate im Jahr gerecht werden, denn dort sind sie braun, normalerweise gruen. Anschliessend fuhren wir zu den Tarsier Affen. Diese sind nur 8- 16 cm gross, wiegen um die 150 Gramm und haben grosse Augen.

Chocolate Hills Tarsier Monkey Tarsier Monkey2 Tarsier Monkey3 Find the Monkey

4.4.

Da es wieder regnete, blieb ich am Hostel und chillte dort den ganzen Tag.

Typischer Philippinischer Bus

5.4.

Zusammen fuhren wir nach Camiguin. Da wir im Vorfeld keine Informationen ueber Hostels gefunden hatten, liesen wir uns vor Ort von einem Tricycle Fahrer( diese entsprechen Taxifahrern bei uns) zu einer Unterkunft bringen. Diese war zwar relativ guenstig, hatte aber weder Ventilator noch Klimaanlage, so war es nachts viel zu warm.

Blick von der Unterkunft auf die Berge

6.4.

Wer haette es gedacht: Regen den ganzen Tag ueber. Normalerweise ist jetzt gerade Trockenzeit, die ganzen Einwohner meinten, dass so viel Regen fuer die Jahreszeit sehr ungewoehnlich ist. Laut Wetterbericht sollte morgen endlich mal wieder gutes Wetter sein, so entschieden wir uns, am naechsten Tag auf dem Mount Hibok-Hibok, einer der 7 Vulkanen auf der Insel, wandern zu gehen.

 

7.4.

Und tatsaechlich: Um 5 Uhr morgens komplett blauer Himmel! Um 5:30 begannen wir unsere Wanderung auf 100 Hoehenmetern. Es ging steil den Berg hinauf, gegen 8 waren wir auf dem ersten Berg angekommen. Von hier konnten wir die wunderschoene White Island sehen. dann ging es ca. 150 Meter ins Tal, wo wir den Kratersee sehen konnten. Anschliessend kam der anstrengendste, aber auch spannendste Teil: Von hier an mussten wir die 300 letzten Hoehenmeter mit ganzem Koerpereinsatz ueberwinden, da es sehr steil war. Wir wurden mit einem wundervollem Ausblick auf 1300 Metern auf die Insel belohnt! Gegen 13 Uhr waren wir erschoepft, aber gluecklich an unserer Unterkunft zurueck. Ich entschied mich dazu, am Montag Tauchen auszuprobieren und falls es mir gefaellt, den Open Water Course, also den Anfaengerkurs zu machen.

Kratersee vom hoechsten Punkt aus Bild1 2

8.4.

Mit einem Motorrad umrundeten wir um die komplette Insel, welche einen Umfang von nur 80 Kilometern hat. Wir hatten wundervolle Ausblicke auf die Landschaft, ausserdem fuhren wir zu einem 25 Meter hohem Wasserfall. Danach fuhr ich zu den Ardent Hot Springs. Leider waren sie nicht wirklich heiss, aber immerhin lauwarm. Abends gab es eine sehr leckere Thuntisch Pizza mit anschliessendem Tiramisu.

Reisfelder 1 Wasserfall

9.4.

Wir fuhren auf einem kleinen Boot auf die White Island. Der Sand war, wie der Name schon sagt, sehr weiss und das Wasser ausenrum war tuerkisblau.

White Island White Island, Blick auf Hauptinsel

10.4.

Wir verabschiedeten uns. Marta reise weiter auf die naechste Insel und ich blieb hier, um Tauchen auszuprobieren.

Am Tauchresort wurde ich freundlich vom Besitzer, einem Niederlaender begruesst, welcher sogar relativ gut Deutsch konnte, da er frueher in Garmisch Partenkirchen wohnte. Nachdem ich die ersten Grundlagen lernte, durfte ich auch schon ins Wasser und die ersten Atemzuege unter Wasser geniessen. Sofort war mir klar, dass ich den Kurs weitermachen werde. Die Korallenriffe, Fische, Seesterne und sonstige Lebewesen waren wunderschoen! Da ich den Kurs innerhalb von 3 Tagen machen wollte, musste ich viel lesen. Das Tauchbuch war nur auf Englisch, das ist aber inzwischen kein Problem mehr. Nun ging es das zweite Mal am Tag ins Wasser und ich lernte die Grundbegriffe der Unterwasser Zeichensprache. Es ging auf bis zu 12 Meter runter. Ich hatte viele Probleme damit, im Wasser zu schweben. Dabei muss man seinen Tauchanzug richtig ausrichten, sodass man weder zu viel noch zu wenig Auftrieb hat, ausserdem haengt es natuerlich auch viel von der Atmung ab, da man dadurch auch ab und auf geht. Da ausser mir gerade niemand den Anfaengerkurs machte, hatte ich einen Privatlehrer. Abends sassen wir alle zusammen und redeten.

11.4.

Es ging weiter mit dem Kurs. Ich lernte, wie ich mich in Notfaellen zu verhalten habe, was man beachten muss wenn man potentiell gefaehrlichen Tieren begegnet und so weiter. Die Tiere sind im Prinzip nie einfach so aggressiv, nur wenn sie sich vom Menschen bedroht fuehlen. Auch die meisten Haie, auch wenn dies in Filmen meist anders dargestellt wird. Es ist sehr wichtig, dann einfach komplett ruhig zu bleiben und sich nicht zu bewegen, dann sehen Tiere auch keine Bedrohung in Menschen. Ich machte grosse Fortschritte beim im Wasser schweben, aber es gab immernoch viel zu lernen. Nachmittags machten wir den ersten laengeren Tauchgang und es war einfach wundervoll. Ich las wieder sehr viel, damit ich dem ganzen Stoff auch hinterherkam.

12.4.

Heute war der letzte Tag des Kurses. Als wir ins Wasser gingen, sahen wir ein Fischerboot am Strand. In dem Netz hatte sich beim Fischen ein etwa 2 Meter langer Hai verfangen, dieser konnte aber nicht mehr gerettet werden. Dieses mal gingen wir beim ersten Tauchgang hinab auf bis zu 20 Meter, obwohl eigentlich nur 18 Meter vorgesehen sind. Dort sahen wir einen Oktopus. Beim Zurueckschwimmen sahen wir einen etwa 30 Zentimeter langen Babyhai. Wir blieben komplett ruhig im Wasser und beobachteten ihn. Er schwamm 10 Zentimeter von mir entfernt, aber ignorierte mich komplett. Es war natuerlich ein bisschen beaengstigend, aber auch wunderschoen und faszinierend, so ein Tier direkt neben sich zu haben. Als der Hai sich von uns entfernte, sind wir zum Strand geschwommen. Dort erfuhren wir, dass der Hai, der sich im Netz verheddert hatte, schwanger war. Die Fischer hatten die 10 Babys dann ins Wasser zurueckgebracht. Diese werden jedoch auch in der normalen Natur direkt nach ihrer Geburt von ihren Eltern alleine gelassen, also konnten wir davon ausgehen, dass sie ueberleben werden. Der Hai wurde dann von den Fischern geschlachtet und auch wir durften ein Stuck probieren. Das Haifleisch ist im Prinzip wie Fisch, nur dass es natuerlich viel mehr Fleisch hat. Es schmeckt zwar echt lecker, aber deswegen bewusst Jagd auf bedrohte Tierarten zu machen ist es nicht wert. Wenn der Hai jedoch wirklich ausversehen stirbt, ist es fuer mich persoenlich besser, dann alles zu verwerten.

Nach abgeschlossener Pruefung bekam ich meinen Tauchschein! Nun darf ich auch zusammen mit anderen Leuten, die die gleiche Qualifizierung haben wie ich, ohne Tauchlehrer, auf bis zu 18 Metern Tiefe tauchen gehen.

Leider habe ich keine Unterwasserkamera, aber vielleicht kaufe ich mir irgendwann noch eine smile

 

Ich wuensche euch allen schoene Ostern!

 

 

25März
2017

Mekong Delta, HCMC, Philippinen

6.3.

Zur Abwechslung entspannte ich mich einfach mal. Ich war am Pool, am Strand und ging abends  mit Leuten aus meinem Zimmer zum Essen.

 

7.3.

Ich fuhr von Mui Ne los nach Ho-Chi Minh. Da ich über die Autobahn fuhr, gab  es nichts spannendes zu sehen. Aber gerade auf der Autobahn muss man sich noch viel mehr konzentrieren, als man es auf normalen Straßen muss.

Der Verkehr in Ho-Chi-Minh ist genauso anstrengend wie in Hanoi. Es ist zwar deutlich geregelter, aber die Masse an Autos, Motorrädern und LKW’s ist echt heftig. Im Hostel angekommen, ruhte ich mich einfach nur noch aus und schlief früh ein.

8.3. Große Flüsse

Mein Plan für die nächsten Tage  war, weiter in den Süden ins Mekong Delta zu gehen. Dieses ist komplett von Flüssen und Reisfeldern überzogen. Über kleine Landstraßen ging es nach My Tho.  Zwei mal gab es keine Brücke über die Flüsse, daher musste man die Fähre nehmen. Diese kostete aber nur umgerechnet 50 Ct. Da hier so viel Reis angebaut wird bzw. Alles sehr ländlich ist, gibt es hier sehr billiges Essen. Für nur 40 Cent hatte ich eine richtig leckere Pho, also eine Nudelsuppe mit Fleisch. In My Tho angekommen, suchte ich mir eine Unterkunft und gönnte mir eine Massage.

 

9.3.

Es ging weiter nach Can Tho. Die Landschaft war wunderschön und ich genoss es so sehr, dort herumzufahren. Um in die Stadt hineinzugelangen, musste man über eine 3 Kilometer lange Brücke fahren. Mit tollen Leuten aus dem Hostel ging ich auf Essenssuche. Auf Empfehlung unseres Hostelbesitzers aßen wir Hähnchen mit Reis, welches auch wirklich sehr lecker war. Anschließend spielten wir noch ein bisschen Karten, aber ich ging früh ins Bett, da ich am nächsten Morgen früh raus musste.

10.3.

Um 4:30 stand ich auf.  Mit einer Gruppe von insgesamt 5 Leuten gingen wir los, um den Floating Market zu besuchen. Auf dem Boot dorthin sahen wir den schönen Sonnenaufgang. Als wir angekommen waren, kauften wir frische Ananas und Wassermelonen. Als Frühstück gab es Pho. Wir fuhren auf dem Markt herum und die Bootsführerin erklärte uns vieles. Anschließend ging es in die Nudelfabrik, wo uns erklärt wurde, wie die Nudeln hergestellt werden und wir konnten auch den Fertigungsprozess selbst ansehen. Danach ging es weiter und wir fuhren in kleine Seitenflüsse und genossen die ruhige Atmossphäre. Dort aßen wir auch die Ananas und die Wassermelonen.

Leider hatte ich das Ladekabel meines Laptops verloren und so suchte ich in der Stadt nach einem Ersatzkabel, fand aber leider keines. Ich genoss meinen letzten Abend hier in der Stadt mit netten Leuten und einem richtig leckeren Krabbensalat.

Krabbensalat

11.3.

Über eine andere Straße als beim Hinweg fuhr ich nach My Tho zurück und fand ein tolles Guesthouse zum Übernachten. Zum Abendessen gab es einen großen Topf  Reis mit Gemüse und Shrimps.

Mein Abendessen

12.3.

Es ging wieder zurück nach Ho Chi Minh. Da dies mein letzter Stopp war und ich am  17.3 weiter zu den Philippinen fliegen wollte, musste ich hier mein Motorrad, das mir über insgesamt 3000 Kilometer ein treuer Begleiter war, verkaufen. Ich traf mich direkt mit jemand, der es abkaufen wollte, er meinte aber er wolle es sich nochmal überlegen.

Abends chillte ich in meinem Hostel und machte Gebrauch vom kostenlosen Billiardtisch.

13.3.

Mit 3 Deutschen ging ich auf Erkundungstour. Zuerst gingen wir zum Benh Thanh Markt, auf welchem es viele Sachen zum Einkaufen gibt. Ich kaufte mir schöne Essstäbchen.Danach gingen wir zum Fluss und ruhten uns aus, ich ging aber nach einer halben Stunde zurück, da ich mich eigentlich mit jemand treffen wollte, der auch Interesse am Motorrad hatte. Dieser meldete sich aber einfach nicht mehr.

Die Erkundungstour

14.3.

Ich verabredete mich ein weiteres mal mit jemand. Dieser fuhr das Motorrad für ein paar Minuten Probe und entschied sich dann, es direkt zu kaufen. So fand ich einen glücklichen Käufer und wir einigten uns auf einen Preis von 5,5 Millionen Dong, was 230 Euro entspricht. Abends feierte ich den Verkauf und ging mit den Leuten von meinem Hostel zu einem Pubcrawl. Dort geht man in verschiedene Bars und lernt  viele vom Hostel kennen. Um halb 6 kam ich mit Kyle, welcher Australier war und Jeremy aus den USA heim. Um kurz vor 6 gingen wir dann ins Bett.

15.3.

Den nächsten Tag verbrachte ich damit, meinen letzten Tag in HCMC zu planen und Billiard zu spielen.

16.3.

Morgens ging ich ins Kriegsmuseum, welches sehr anschaulich und eindrücklich die Brutalität des Krieges und die Grausamkeiten der Amerikaner im Vietnamkrieg veranschaulichte. Von den schlimmen Zuständen im Gefängnis auf der Insel Phu Quoc über die Foltermethoden und Agent Orange (Das Entlaubungsmittel um die Nutzpflanzen zu zerstören), welches aber bis jetzt Auswirkungen auf die Gesundheit hat, wurde alles berichtet. Ziemlich bedrückt ging ich aus dem Hostel hinaus. Nachmittags ging ich mit Kyle und Jeremy in den nahen Rutschenpark und wir hatten einen tollen Abschluss dort.

Um halb 9 Abends nahm ich ein Taxi zum Flughafen, denn mein Flug zu den Philippinen ging um 1 Uhr Nachts.

17.3.

Um 11 Uhr morgens kam ich mit sehr wenig Schlaf und einmal umsteigen in Manila in Cebu an. Gegen 4 war ich am Hostel, wo ich freundlich begrüßt wurde.

Hier noch ein bisschen Allgemeines:

Die Philippinen bestehen aus über 7000 Inseln und jeder Bereich hat eine eigene Sprache, aber jeder kann Englisch, so sind Unterhaltungen sehr viel einfacher als in Vietnam oder Thailand. Zwar sind die Philippinen vom 15.-19 Jh. Von den Spaniern besetzt worden,aber ab dem 20. Jh. Besetzten die Amerikaner die Philippinen und so wurde Englisch Hauptsprache.

Leider ist das Essen hier nicht so gut. Das meiste ist Fast Food und deutlich teurer als das Essen bisher. Die Leute hier sind wirklich unglaublich freundlich und Hilfsbereit. Ein Euro entspricht im Moment circa 53 Philippinischen Pesos.

18.3.

Ich fuhr zu dem berühmten Kawasan Fall, welcher einer der schönsten Wasserfälle der Welt ist. Das Wasser ist wunderschön türkisblau, aber leider war sehr viel los.

19.3.

Hier kommt man sehr gut mit so genannten Jeepneys herum, welche eine Art Minibus ist, der nur 7 Pesos kostet. Zwar gibt es keinen offiziellen Busfahrplan, aber man kann dem Fahrer sagen, wo man hinwill und er gibt dann Bescheid, wann man aussteigen muss. Ich besichtigte das St. Miguel Kreuz, die Kirche und anschließend eine Festung.

20.3.

Ich ging zum Tabo An Markt und kaufte dort getrocknete Mangos, Nüsse, Bananen und eine Süßigkeit, welche aus Reis und Zucker besteht ein um für die Fähre heute Abend eingedeckt zu sein.

Ich fuhr von Cebu mit der Nachtfähre um 19 Uhr nach Surigao. Allerdings hatte man auf der Fähre nur ein Bett, welches 180 cm lang war und 70 breit. Außerdem musste da noch der Rucksack draufpassen. So konnte ich hier nicht wirklich schlafen.

21.3.

Um halb 5 morgens kamen wir in Surigao an und ich nahm die Fähre um halb 6 nach Siargao, welches eine tropische Insel und gleichzeitig ein Surfparadies ist. Gegen 9 kam ich an meinem Hostel an. Der Besitzer des Hostels, David, ist aus England und seine Frau, Apple, ist Einheimische. Sie sind unglaublich nett, surfen selber sehr gerne und  bringen eine unglaublich tolle Stimmung auf. Auch die anderen Leute am Hostel sind so nett. Ich entspannte mich erstmal am Strand, welcher 50m von Hostel entfernt und total ruhig und einsam ist.

22.3.

Morgens um 8 ging es zum Surfen in der Nähe des berühmten Surfspots „Cloud 9“. Es klappte sogar relativ gut, obwohl ich schon eine Weile nicht mehr surfen war. Nachmittags fuhren wir alle zusammen mit dem Boot zu einer Insel, welche 10 Minuten entfernt ist und surften dort nochmal. Die Wellen waren allerdings wirklich hoch, und da ich morgens schon viel von meiner verbraucht hatte, konnte ich nicht so gut surfen.

Im Hostel gibt es einen Chillout Bereich mit Fernseher und vielen Filmen, so kann man sich gut vom Surfen erholen. Ich freundete mich sehr gut mit den Leuten hier an.

Kleine Inseln Ich nach dem Schnorcheln Schöner Ausblick

23.3.

Mit einer Gruppe von 8 Leuten fuhren wir mit dem Boot nach Sohoton, wo wir schnorchelten, Quallen anschauen und in eine Unterwasserhöhle tauchen konnten. Es ist wirklich wunderschön hier! Anschließend gab es richtig leckeres Essen.

Qualle Spaß haben :D Hier waren wir schnorcheln

24.3.

Wir gingen wieder morgens surfen. Die Wellen waren ein bisschen kleiner als die von gestern Nachmittag, aber waren trotzdem gleich stark. Es war echt schwierig, hier zu surfen, aber ich hatte 3 richtig gute Wellen. Ich kochte mit Hilfe von Apple ein leckeres Gericht mit Hähnchen, Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch. Nachmittags waren wir nochmal surfen. Abends gingen wir alle zusammen Barbeceue Essen, anschließend tranken wir ein bisschen was am Hostel, dann ging es zur Jungle Party. Dort gab es richtig leckeren „Jungle Juice“. Keiner wusste genau, was drin ist aber ich denke es ist eine Mischung aus Kokosnuss, Mango, Ananas und Rum. Gegen 4 gingen wir erschöpft ins Bett.

25.3.

Wir entspannten uns am Hostel, schauten Filme an und genossen einen entspannten Tag. Ich kochte das gleiche von gestern nochmal, sodass ich es auch mal alleine machen kann.

06März
2017

Weiter geht die Reise

24.2.

Da Hue die alte Kaiserstadt war, machte ich mich auf und besichtigte zuerst die Zitadelle von Hue, welche nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking gebaut wurde. Der Aufbau dauerte fast 50 Jahre. Anschließend ging es zu dem Grabmal von Khai Dinh. Die Wände im Inneren des Grabmals waren wunderschön verziert und der Boden besteht aus Fliesen mit Blumenmustern. Eigentlich wollte ich an diesem Tag noch zu einem weiteren Grab, doch der Regen hinderte mich daran. So kehrte ich in das Hostel heim. Abends ging ich mit Leuten, die ich über Couchsurfing kennenlernte, in die Stadt. Als ich zum Hostel heimkehrte, saßen die Besitzer des Hostels und ein paar Backpacker noch zusammen, so gestellte ich mich dazu. Dort hörte ich von einem Wasserpark, welcher angefangen aber nie fertiggestellt und anschließend einfach der Natur überlassen wurde. Anschließend ging ich aber recht schnell ins Bett, da ich ziemlich müde war.

Die verbotene Stadt Elefant Drachenstatue Grabmal von Khai Dinh Grabmal Innen

25.2.

Ich entschloss mich, den Wasserpark trotz Regen anzuschauen. Es gab einen großen Drachen, den man besteigen und durch das Maul die Umgebung bestaunen konnte. Die Rutschen waren sehr cool. Alles war einfach von Pflanzen überwuchert, die Becken voll mit Algen, Teile des Geländers abgebrochen etc. Sehr coole Atmosphäre.

Nun ging es weiter zum Minh Dinh Grabmal. Dieses war deutlich größer als das am Tag zuvor, aber meiner Meinung nach trotzdem nicht so prunkvoll.

Abandoned Waterpark zerstoerte Aquarien Voll bemalte Rutsche Überwuchterte Rutschen Das nächste Grab Durchnässt

 

Abends fuhr ich, trotz anhaltenden Regens weiter nach Danang, der Drachenstadt. Ich hatte zwar einen Regenschutz, dieser ist aber für kleinere Leute gemacht und so lief mir das ganze Wasser in die Schuhe. Glücklicherweise hörte es nach einer Stunde auf zu Regnen und ich entschied mich, den Pass statt den Tunnel zu nehmen. Ich hatte eine wundervolle Aussicht auf die Berge und das Meer. Ich fand mein Hostel in Danang relativ schnell. Der Besitzer und das Personal waren sehr freundlich. Außerdem war es sehr sauber und neu. Im Zimmer traf ich ein paar andere, die sich auch die sogenannte Drachenbrücke anschauen und anschließend in die Stadt gehen wollten. Samstags und Sonntags um 21 Uhr speit sie Feuer und Wasser. Leider kamen wir ein bisschen zu spät und so sahen wir nur noch das Wasser.

DrachenbrückeWasserspeiender Drache

26.2.

Am darauffolgenden Tag ging ich zu den „Marble Mountains“, welche nur wenige Kilometer entfernt vom Zentrum der Stadt liegen. Zuerst besuchte ich eine Höhle, in der viele Marmorstücke ausgestellt sind. Es war dank toller Beleuchtung sehr schön. Anschließend ging ich auf den Berg hinauf, als Belohnung gab es eine grandiose Aussicht auf die Stadt. Abends ging ich nochmal zu der Drachenbrücke um dieses Mal alles zu sehen.

Beleuchteter Marmor

27.2.

Eigentlich hatte ich zumindest auf trockenes Wetter gehofft, wurde aber enttäuscht. Nach einer Stunde Dauerregen entschied ich mich, statt 6 Stunden nur 2 ½ zu fahren und von dort aus am nächsten Tag mit dem Bus(Der das Motorrad mit transportiert) direkt nach Dalat zu fahren. Wäre ich besser informiert gewesen, hätte ich direkt den Nachtbus um 0:55 nehmen können. So fuhr ich erst am nächsten Tag um 13 Uhr los. Im Prinzip saß ich den ganzen Tag im Bus. Geplante Ankunft in Dalat war 23 Uhr gewesen, dank diverser Verspätungen kamen wir erst um halb 1 an. Ich hatte im Voraus mein Hostel darüber informiert, so konnte ich trotz der späten Ankunft noch rein.

Vernebelter Blick

1.3.

Eigentlich wollte ich bereits eine Tour zu den Kaffeeplantagen Vietnams buchen, aber leider wusste die Agentur noch nicht, ob genug Besucher (mindestens 2) zustande kommen, aber sie würden mir schreiben falls es genug gibt. Vietnam ist sehr berühmt für seinen geschmackvollen und koffeeinreichen Kaffee. Er ist wirklich sehr lecker und wach ist man danach auch! Da ich abends zu dem „Family Dinner“, an dem das Hostel zusammen essen kann da sein wollte, blieb ich tagsüber am Hostel, buchte meinen Flug für den 17.März zu den Philippinen und informierte mich ein bisschen. Das Family Dinner war sehr lecker. Es gab zuerst eine Suppe, dann durften wir uns selbst frische Frühlingsrollen wickeln, dazu gab es Reis, Nudeln, Gemüse und Fleisch. Während dem Essen fand ich einen Gleichgesinnten, der mit mir zusammen die Kaffeetour machen wollte. Zusammen fuhren wir zum Café und sagten Bescheid.

Das Family Dinner

 

2.3.

Im Café angekommen, gab es erst einmal einen leckeren Cappuccino mit toller Verzierung. Der Tour Leiter, der ziemlich gut Englisch konnte, setzte sich zu uns und es gab eine weitere Runde Kaffee. Über holprige Straßen ging es zu der 4 Hektar großen Farm mit ungefähr 3000 Kaffeebäumen. Erfahrene Arbeiter ernten pro Stunde ca. 4 Kilo pro Stunde und verdienen damit 8 Dollar pro TAG! Die Bäume leben ca. 40 Jahre, werden aber meistens nach 20 Jahren abgeholzt, da die Qualität nicht mehr so gut ist. Sie hängt außerdem davon ab, wie viele Früchte am Baum sind. Je weniger, desto süßer und aromatischer die Frucht. Dann setzten wir uns, tranken wieder einen Kaffee und Tee, der aus der Schale vom Kaffee gemacht wird. Anschließend ging es zurück zum Café, wo es unser heiß ersehntes Mittagessen gab. Nach der Pause lernten wir, wie es mit der Bohne weitergeht bis zum fertigen Getränk. Außerdem durften wir unseren eigenen Kaffee machen und ihn auch mitnehmen. Danach wurde uns gezeigt, was es für Kaffeepressen gibt. Uns wurden 5 verschiedene Arten vorgestellt und jeder durfte eine ausprobieren. Es war eine sehr tolle Erfahrung!

Der erste Kaffee Ich als Kaffeepflücker Nicht geroestete Bohnen

3.3.

In der Lobby traf ich ein paar Leute, die wie ich zu verschiedenen Wasserfällen und zum „Crazy House“ gehen wollten. Das Crazy House besteht aus vielen engen bzw. kleinen Treppen, die auch außerhalb der Gebäude entlang führen. Es sieht ganz schön aus, ist aber nicht so besonders, wie ich es erwartet hätte. Nach dem Mittagessen, welches aus einer leckeren Suppe mit Rindfleisch und Nudeln bestand, ging es weiter zum „Elephant Waterfall“. Die Straße dorthin war neu gemacht und dementsprechend gut zum Fahren. Auch die Aussicht war beeindruckend. Wir parkten auf einem kleinen Parkplatz und gingen etwas abseits von den restlichen Touristen zum Wasserfall, welcher ziemlich groß war. Die kleinen Wassertropfen waren eine willkommene Abkühlung. Abends gingen wir in eine richtig tolle Bar. In Deutschland hätte man allein für den Eintritt schon 10€ bezahlt, hier kostete er gar nichts. Es waren überall kleine Gänge, man konnte in den nächsten Stock hochklettern und alles war richtig toll verziert. Alles war sehr detailreich, egal wie lang man herumlief, man konnte immer etwas Neues entdecken. Im Keller konnte man zum Beispiel durch das Maul eines Hais klettern und im obersten Stock hatte man eine tolle Aussicht auf die Stadt.

Das Crazy House Ich am Wasserfall Nochmal der Wasserfall

4.3.

Ich fuhr mit dem Motorrad nach Mui Ne. Auf dem Weg dorthin ging ich zuerst noch zu einem beeindruckenden Wasserfall, welcher deutlich größer und weitflächiger war als der am Tag zuvor. Mui Ne ist eine kleine, am Meer gelegene Stadt, die aber ziemlich touristisch ist. Die Stadt ist sehr bekannt bei Russen, so sind fast alle Essensschilder auf Russisch und Englisch, aber nur wenige auf Vietnamesisch. Im Hostel traf ich nette Leute, so gingen wir zusammen Abendessen. Ich hatte Garnelen paniert in Grünem Reis. Es war sehr lecker, nur leider wurde ich davon nicht satt. An unserem Hostel, welches aber schon mehr an ein Hotel erinnerte, gab es insgesamt 3 Pools und eine tolle Bar. Zusammen mit Leuten, die ich in meinem Zimmer kennengelernt hatte, ging ich abends aus.

Der bessere Wasserfall Nochmal der Wasserfall

5.3.

Mit den Leuten vom Abend zuvor verbrachte ich auch diesen Tag. Morgens chillten wir am Pool, um 14 Uhr ging es los zu einer Tour zu den Sehenswürdigkeiten in der Nähe. Wir besichtigten ein Fischerdorf, dann rote Dünen und pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir an weißen Dünen an.

Das Fischerdorf Sonnenuntergang an den Dünen

 

Link zur MyMaps Karte:

https://drive.google.com/open?id=1Lu7bxvIpKNVdc8_UiB3eTP2bqPY&usp=sharing

 

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